Heute ist der 18. Mai 2026 und in der wunderschönen Hansestadt Lübeck geht es hoch her. Mehr als 500 Frauenbeauftragte aus ganz Deutschland haben sich versammelt, um der Stimme der Frauen Gehör zu verschaffen. Die Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten ist in vollem Gange und die Stimmung ist elektrisierend. Was hier passiert, ist mehr als nur ein Treffen – es ist ein kraftvolles Signal gegen den wachsenden Antifeminismus, der sich in Politik, Gesellschaft und im Alltag breitmacht.
Die zweitägige Konferenz hat sich für die Teilnehmerinnen eine Menge vorgenommen. Im Mittelpunkt stehen brisante Themen: diskriminierende Aussagen, Anfeindungen und der Widerstand gegen Frauen in Führungspositionen. Es ist ein Ort, wo Stimmen zusammenkommen, um den antifeministischen Angriffen, insbesondere in sozialen Medien und im Alltag, entschieden entgegenzutreten. Die Konferenz hat das Ziel, nicht nur zu diskutieren, sondern auch zu handeln – ein Beschluss von mehr als 30 Anträgen ist bereits in Sicht, darunter die Abschaffung des Ehegattensplittings. Das ist ein mutiger Schritt in Richtung Geschlechtergerechtigkeit und macht deutlich, dass Veränderungen nötig sind.
Demonstration für mehr Frauenrechte
Ein weiteres Highlight der Konferenz ist die geplante Demonstration am Montagnachmittag. Ab 16.15 Uhr wird ein Demonstrationszug von der Lübecker Musik- und Kongresshalle bis zum ikonischen Holstentor ziehen. Hier wird die kollektive Kraft der Frauen spürbar – eine Ermutigung, sich für mehr Rechte stark zu machen. Es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen sich für diese Sache einsetzen und wie viel Energie in der Luft liegt. Die Vorfreude auf den Demonstrationszug ist greifbar! Wie viele Menschen werden sich da versammeln? Und wie wird die Stadt darauf reagieren?
Eine besorgniserregende Studie über frauenfeindliche Influencer in Deutschland zeigt, dass diese Szene wächst. Das ist ein alarmierendes Signal, das nicht ignoriert werden darf. Es wird Zeit, dass das Bewusstsein dafür geschärft wird, wie gefährlich diese Strömungen sind. Die Konferenz bietet eine Plattform, um über diese Entwicklungen zu sprechen und Strategien zu entwickeln, wie man diesen Tendenzen entgegenwirken kann.
Der Kontext des Antifeminismus
In einem breiteren Kontext betrachtet, ist der Antifeminismus nicht nur ein gesellschaftliches Problem, sondern auch ein rechtliches. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) hat eine rechtliche Einschätzung zu staatlichen „Genderverboten“ veröffentlicht. Ein aktuelles Beispiel ist das Verbot der Gendersprache, das die Bayerische Staatsregierung beschlossen hat. Diese Maßnahmen zeigen, dass der antifeministische Diskurs auch in der Politik Fuß fasst und gesellschaftliche Normen beeinflusst.
Literatur und Studien, wie die von Dorothee Beck und Barbara Stiegler mit „Das Märchen von der Gender-Verschwörung“, bieten wertvolle Argumente für eine geschlechtergerechte Gesellschaft. Sie sind essenziell, um gegen die weit verbreiteten Mythen und Ängste anzukämpfen, die oft als Argumente gegen Feminismus und Gender-Equality hervorgebracht werden. Auch die Leipziger Autoritarismus Studie 2022 beleuchtet, wie antifeministische und autoritäre Einstellungen in der Bevölkerung zunehmen – eine besorgniserregende Entwicklung, die nicht unbeachtet bleiben darf.
Die Demonstration und die Diskussionen auf der Konferenz sind also nicht nur eine Antwort auf den Antifeminismus, sondern auch ein Teil eines größeren gesellschaftlichen Wandels. Hier wird die Stimme der Frauen laut und klar – und es bleibt zu hoffen, dass sie nicht nur gehört, sondern auch respektiert wird.