Heute ist der 15.05.2026, und in Herzogtum Lauenburg gibt es Grund zur Freude! Der LandFrauenverband Schleswig-Holstein hat neue Gesichter im Vorstand und damit frischen Wind in seine Reihen gebracht. Jasmin Untied aus dem Kreisverband Plön und Heike Holling aus dem Kreisverband Rendsburg-Eckernförde wurden als Beisitzerinnen gewählt. Während Untied für die nächsten vier Jahre im Amt bleibt, wird Holling für zwei Jahre nachbesetzt. Damit sind nun insgesamt vier Beisitzerinnen im Landesvorstand aktiv, die alle vier Jahre von den zwölf Kreisverbänden gewählt werden. Ein starkes Team, das die Interessen von über 26.000 Mitgliedern vertritt!
Das Herzstück des LandFrauenverbands ist die Geschäftsstelle in Rendsburg, im Gebäude der Landwirtschaftskammer. Dort teilen sich Dr. Gaby Brüssow-Harfmann und Ninette Lüneberg die Geschäftsführung in Teilzeit. Brüssow-Harfmann, die bereits seit 15 Jahren für den Verband tätig ist, bietet auch den Tageskurs „Rund um die Vereinsarbeit“ an. Ein echter Hit für die Ortsvereine! Die Bedeutung der Landfrauen für die Gesellschaft wird immer mehr gewürdigt. Ministerpräsident Daniel Günther hat kürzlich bei der Vertreterinnenversammlung in Rendsburg die Rolle der Landfrauenvereine als Orte des demokratischen Miteinanders hervorgehoben. Ein starkes Statement!
Ein Blick in die Geschichte
Der LandFrauenVerband Schleswig-Holstein wurde übrigens am 2. Oktober 1947 in Rendsburg von zwölf LandFrauenvereinen gegründet. Damals zählte der Verband 1.100 Frauen. Heute ist er die größte Frauenorganisation im Bundesland und vereint Frauen aller Berufsgruppen aus dem ländlichen Raum. Ursprünglich aus der Landwirtschaft entstanden, hat der Verband seine Türen weit geöffnet und bietet mittlerweile über 5.000 Veranstaltungen jährlich an. Diese Themen reichen von Beruf und Altersvorsorge bis hin zu Ehrenamt und Gesundheitsversorgung. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich der Verband über die Jahrzehnte entwickelt hat!
Besondere Beachtung verdient auch der LandFrauenverein Lübeck und Umgebung, der als einziger in Schleswig-Holstein nicht einem KreisLandFrauenverband angehört. Mit knapp 180 Mitgliedern möchte der Verein eigenständig bleiben und gestaltet Programme, die auch städtische Mitglieder ansprechen. Vor kurzem wurde ein Vortrag über „Lübecker Frauengeschichten“ gehalten – ein echtes Highlight für alle Interessierten! Solche Veranstaltungen fördern den Austausch und die Gemeinschaft.
Aktuelle Herausforderungen
Doch die Landfrauen stehen auch vor Herausforderungen. Der Verband warnt vor einem erhöhten Armutsrisiko für Bäuerinnen und fordert, dass Frauen in der Landwirtschaft die Sichtbarkeit erhalten, die sie verdienen. Laut einer Studie des Thünen-Instituts leiten bundesweit nur etwa 11% der Betriebe Bäuerinnen. Das muss sich ändern! Die Vereinten Nationen haben 2026 zum „Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft“ erklärt, um die Leistungen von Frauen in diesem Bereich sichtbarer zu machen und Ungleichheiten abzubauen. In Schleswig-Holstein gibt es bereits Initiativen, wie das Unternehmerinnen-Netzwerk des Bauernverbands, das Frauen stärken soll.
Die Landwirtschaftskammer plant für 2026 ein spezielles Coaching für Frauen, die einen Betrieb übernehmen wollen. Ziel des Coachings ist es, Frauen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und wirtschaftlich unabhängig zu werden. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung! Es bleibt zu wünschen, dass solche Programme flächendeckend angeboten werden, damit Frauen nicht nur in der Landwirtschaft, sondern in allen Bereichen des Lebens die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.
Mit all diesen Veränderungen und Herausforderungen im Blick bleibt der LandFrauenverband Schleswig-Holstein ein unverzichtbarer Bestandteil der Gemeinschaft. Die Frauen, die sich hier engagieren, leisten einen unauffälligen, aber wirkungsvollen Einsatz, der unsere Gesellschaft stabilisiert und bereichert. Und das ist mehr als nur ein Grund zur Freude – das ist ein Grund zum Feiern!