Heute ist der 6.05.2026 und in Herzogtum Lauenburg gibt es Neuigkeiten, die die Herzen vieler Beschäftigter der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) höher schlagen lassen. Nach langen Verhandlungen und intensiven Diskussionen zwischen der Gewerkschaft ver.di und VHH wurde endlich ein neuer Manteltarifvertrag vereinbart. Die Einigung wurde am Mittwochabend bekannt gegeben und markiert einen wichtigen Fortschritt für die Arbeitnehmer in der Region.
In neun Verhandlungsrunden konnten beide Seiten einen Kompromiss erzielen, der vor allem Verbesserungen für die Beschäftigten vorsieht. Eine der zentralen Änderungen ist die Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 38 Stunden in zwei Schritten – und das bei vollem Lohnausgleich. Ein echter Lichtblick, denn viele hatten auf mehr Freizeit und ein besseres Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben gehofft.
Veränderungen, die wirken
Ein weiterer Punkt, der für Aufsehen sorgt, ist die maximale Dauer von geteilten Diensten, die nun auf 13 Stunden begrenzt wird. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn viele Busfahrer haben sich über die teils extremen Arbeitszeiten beschwert. Außerdem steigt die Zulage für geteilte Dienste auf 15 Euro, was sicherlich ein kleiner, aber feiner Anreiz für die Mitarbeiter ist.
Und das ist noch nicht alles! Der Nachtschichtzuschlag wird künftig bereits ab 21 Uhr gezahlt, wo zuvor erst ab 22 Uhr die extra Vergütung einsetzte. Das bringt nicht nur mehr Gerechtigkeit, sondern auch eine gewisse Entlastung für die, die nachts im Dienst sind. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2029, was den Beschäftigten eine gewisse Planungssicherheit gibt.
Ein Lichtblick für alle
Die Entlastungsprämie von insgesamt 1.000 Euro, die in zwei Schritten an alle Beschäftigten ausgezahlt wird, sorgt ebenfalls für Freude. Gerade in Zeiten, in denen die Lebenshaltungskosten steigen, ist das eine willkommene Unterstützung. Irene Hatzidimou, die Verhandlungsführerin von ver.di, hebt hervor, dass der Druck der Beschäftigten entscheidend für die Einigung war. Hier zeigt sich, wie wichtig der Zusammenhalt und die Stimme der Arbeitnehmer sind.
Dirk Wiedenhöft, ein Busfahrer und Mitglied der ver.di-Tarifkommission, bringt es auf den Punkt: „Das sind erste Schritte zur Anerkennung der besonderen Belastungen, die wir täglich tragen.“ Und das ist kein leeres Geschwätz. Die Herausforderungen in den Tarifauseinandersetzungen waren groß, doch gemeinsam hat man es geschafft, die drohenden Streiks rund um den Hafengeburtstag abzuwenden.
Ein weiterer Aspekt, der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die Tatsache, dass die VHH vor allem Busse im Norden und Westen Hamburgs betreibt. Ein Streik hätte daher nicht nur die Pendler im Hamburger Umland betroffen, sondern wäre auch für viele ein erheblicher Einschnitt in den Alltag gewesen. Die Hamburger Hochbahn und ver.di hatten bereits Ende März eine Einigung erzielt, wodurch weitere Streiks bei der U-Bahn ausgeschlossen werden konnten.
All diese Entwicklungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem eine Abstimmung der ver.di-Mitglieder über das Verhandlungsergebnis bevorsteht. Es bleibt also spannend, ob die Beschäftigten diese Einigung annehmen werden. Die Rückmeldungen bisher scheinen positiv zu sein, und das ist doch schon mal ein Anfang auf dem Weg zu besseren Arbeitsbedingungen.