Heute ist der 8. Mai 2026, und die Lage an den Tankstellen in Kassel könnte nicht vertrackter sein. Der Iran-Krieg hat die Spritpreise in Nordhessen ordentlich aufgemischt – und das, obwohl es einen neuen Tankrabatt von 17 Cent pro Liter gibt. Man könnte meinen, die Autofahrer hätten nun Grund zur Freude, aber weit gefehlt! Die Preise sind nach wie vor hoch. Am 6. Mai 2026 lag der Preis für Super E5 teilweise bei 2,10 Euro pro Liter. Das ist schon eine Ansage!

Amand Zorn von der SPD hat sich zu Wort gemeldet und kritisiert, dass die Spritpreise in Deutschland stärker gestiegen sind als in anderen europäischen Ländern, das ganz ohne Steuern und Abgaben. Wie der Wind weht, so scheinen auch die Tankpreise zu schwanken. Das Ifo-Institut hat herausgefunden, dass die Tankstellen in den ersten drei Tagen nach der Steuersenkung gerade mal 4 Cent beim Diesel und 12 Cent beim Superbenzin weitergegeben haben – von den versprochenen 17 Cent. Da fragt man sich, wo die ganze Ersparnis geblieben ist. Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie ist sich sicher, dass ohne die Steuersenkung die Preise um 17 Cent pro Liter höher wären. Ein gewaltiger Unterschied, der da auf dem Spiel steht!

Die Rabatte und ihre Wirkung

Interessanterweise erklärt der Tankstellenverband bft, dass der Rabatt zeitverzögert wirkt. Er gilt nur für den Sprit, der ab dem 1. Mai geliefert wurde. Und tatsächlich: Am 1. Mai sanken die Preise für Super E5 in Kassel kurzzeitig unter die 2-Euro-Marke, nur um innerhalb eines halben Tages wieder anzusteigen. So schnell kann’s gehen! Man könnte fast meinen, das ist ein Katz-und-Maus-Spiel – nur leider sind die Autofahrer die, die am Ende die Rechnung zahlen müssen.

Die Bundesregierung plant, die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent brutto je Liter für zwei Monate zu senken. Das Ziel: Autofahrer entlasten, während die Spritpreise durch die Decke gehen. Aber wann genau diese Regelung in Kraft treten soll, steht noch in den Sternen. Ökonomen sind skeptisch. Aaron Praktiknjo von der RWTH Aachen hat die Maßnahme als ineffizient bezeichnet, da auch wohlhabende Haushalte davon profitieren würden. Das klingt irgendwie nach einem Schuss in den Ofen! Clemens Fuest und Marcel Fratzscher kritisieren die allgemeine Senkung als ungeeignet zur gezielten Entlastung Bedürftiger. Wie wäre es mit Einmalzahlungen für Geringverdiener? Das wäre doch mal ein Ansatz!

Ein Blick in die Vergangenheit

Ein Rückblick auf den Tankrabatt 2022 zeigt, dass die Energiesteuer damals vom 1. Juni bis 31. August um 29,55 Cent je Liter Benzin und 14,04 Cent je Liter Diesel gesenkt wurde. Die Entlastung betrug knapp 17 Cent bei Diesel und gut 35 Cent bei Benzin – ein echter Lichtblick in einer dunklen Zeit. Der Rabatt sollte den Preisanstieg nach dem russischen Angriff auf die Ukraine abfedern. Doch wie das RWI Leibniz-Institut im Jahr 2024 herausfand, wurde der Tankrabatt anfangs zu 87% bei Diesel und 71% bei Superbenzin E10 an die Verbraucher weitergegeben. Mit der Zeit ließ die Weitergabe nach, besonders in Regionen mit wenig Wettbewerb. Das ist frustrierend!

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die hohen Spritpreise haben nicht nur Auswirkungen auf den Geldbeutel, sondern auch eine Signal- und Steuerungsfunktion. Sie sollen die Verbraucher dazu anregen, ihren Verbrauch zu reduzieren. DIW-Ökonomin Claudia Kemfert bezeichnet die Steuersenkung als „energiepolitischen Kurzschluss“. Und hier kommt die Crux: Eine Senkung der Energiesteuer muss gegenfinanziert werden, was zusätzliche Kosten von etwa 3,2 Milliarden Euro pro Quartal mit sich bringt. Ob das die Lösung ist, die wir brauchen? Die Diskussion ist noch lange nicht zu Ende.