Heute ist der 13.05.2026. Ein Datum, das für die Schlachtbetriebe der Erzeugergemeinschaft Südbayern (EG Südbayern) in Landshut und Vilshofen von großer Bedeutung ist. Die österreichische Marcher Gruppe hat sich als Mehrheitsgesellschafter etabliert und damit die Zukunft dieser Standorte gesichert. Die Übernahme von 51 Prozent der Anteile an der EG Südbayern Schlachtbetriebs GmbH durch die Norbert Marcher GmbH ist ein entscheidender Schritt, um die beiden Betriebe, die in der Vergangenheit vor Herausforderungen standen, wieder auf Kurs zu bringen.

Vor nicht allzu langer Zeit wurde noch über eine Schließung des Standorts Landshut nachgedacht. Im November 2025 stimmte der Großteil der Genossenschaftsvertreter für diesen drastischen Schritt. Doch die Übernahme durch Marcher, ein Familienunternehmen mit einer soliden Basis in Österreich, bringt frischen Wind in die Sache. Erwin Hochecker, der Vorstandsvorsitzende der EG Südbayern, hebt hervor, wie wichtig es ist, einen erfahrenen Partner an seiner Seite zu haben, um die langfristige Perspektive für die Mitarbeitenden und die regionalen Lieferanten zu sichern.

Ein neuer Wind weht

Mit der Übernahme steht nun die industrielle und operative Führung der Schlachthöfe in den Händen von Marcher. Diese Entscheidung stellt sicher, dass bestehende Geschäftsbeziehungen, Lieferketten und Arbeitsverhältnisse unverändert bestehen bleiben. Aktuell werden wöchentlich rund 32.000 Schweine geschlachtet, mit einer maximalen Kapazität von etwa 40.000. Marcher verfolgt das Ziel, Investitionen in Technik und Prozesse zu bündeln. Man könnte sagen, da wird nicht nur eine Tür aufgemacht – es wird ein ganzes Tor zu neuen Möglichkeiten geöffnet!

Die Marcher GmbH ist kein unbeschriebenes Blatt. Sie ist ein Unternehmen, das auf ein Netzwerk aus Schlacht-, Zerlege- und Verarbeitungsstandorten in Österreich zurückblicken kann. Mit einem Jahresumsatz von 700 Millionen Euro im Jahr 2025 und etwa 1.850 Mitarbeitenden ist Marcher ein ernstzunehmender Akteur auf dem Markt. Der gesamte Prozess der Wertschöpfung wird abgedeckt, und das Portfolio reicht von Frischfleisch über Wurst- und Schinkenprodukte bis hin zu Convenience-Artikeln. Es ist schon beeindruckend, wie sich so ein Familienunternehmen in dritter Generation so stark etabliert hat.

Markt im Wandel

<pDer süddeutsche Schlacht- und Fleischmarkt steht jedoch nicht still. Ein struktureller Wandel ist spürbar. Im ersten Halbjahr 2025 produzierten gewerbliche Schlachtunternehmen in Deutschland knapp 3,4 Millionen Tonnen Fleisch – ein kleiner Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Schweinefleisch bleibt jedoch der große Player, mit 63,2 % der Gesamtproduktion. Ein Anstieg von 1,8 % in der Schweinefleischproduktion zeigt, dass der Markt trotz aller Herausforderungen noch immer lebt und atmet. Komischerweise ist die Anzahl der geschlachteten Schweine sogar um 0,7 % gestiegen. Das zeigt, dass die Nachfrage nach heimischem Fleisch nach wie vor hoch ist.

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Die Übernahme von Marcher könnte also nicht nur die Standorte in Landshut und Vilshofen retten, sondern auch einen positiven Impuls für den gesamten Schweinemarkt setzen. Die ISN hat bereits vor den möglichen negativen Folgen gewarnt und gefordert, Kaufoptionen zu prüfen. Ob diese Bedenken berechtigt sind oder ob Marcher tatsächlich die erhofften Innovationen und Verbesserungen mitbringen kann, bleibt abzuwarten. Eines steht jedoch fest: Die Zukunft der Schlachtbetriebe in Süddeutschland könnte spannender nicht sein. Und wer weiß, vielleicht wird aus dieser Übernahme ein Paradebeispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit in der Branche – die Zeit wird es zeigen!