Am vergangenen Sonntag war es endlich so weit: Die Saisoneröffnung im Schloss Landshut stand auf dem Programm und die Vorfreude war sprichwörtlich in der Luft zu spüren! Annelies Hüssy, die Präsidentin des Stiftungsrats, stellte den neuen Schloss- und Museumsleiter Dominik Tomasik vor. Der Kunsthistoriker hat seit Januar die Verantwortung für die inhaltliche und kuratorische Weiterentwicklung des Schweizer Museums für Wild und Jagd übernommen. Mit einem ansteckenden Enthusiasmus betonte er seine Bereitschaft, das Schloss Landshut mit viel Engagement und Fachwissen in die Zukunft zu führen.

Ein ganz besonderes Highlight der Eröffnung war die Sonderausstellung «Der Fuchs – Meister der Anpassung». Viele Menschen haben wenig über Füchse im Kopf, obwohl sie in unserer Umgebung weit verbreitet sind. Der ehemalige eidgenössische Jagdinspektor Reinhard Schnidrig erklärte dies anschaulich und nahm die Besucher mit auf eine spannende Entdeckungsreise. Die interaktive Ausstellung, die dreisprachig (deutsch, italienisch, rätoromanisch) gestaltet ist, lädt kleine und große Gäste dazu ein, mehr über diese faszinierenden Tiere zu erfahren und ihr Wissen spielerisch zu erweitern.

Ein Blick in die Vergangenheit

Ein weiterer Leckerbissen, der in der Luft lag, ist die Ausstellung «Grimms Tierleben – vom Wildgetier in Wald und Feld», die bereits im vergangenen Jahr auf Schloss Landshut zu sehen war. Diese Veranstaltung belegte eindrucksvoll, wie Wildtiere in Grimms Märchen thematisiert werden und welchen Einfluss sie auf die Wahrnehmung von Wildtieren haben. Die interaktiven Elemente – wie beispielsweise ein Zauberstab, mit dem Besucher Tiere zum Reden bringen konnten – sorgten für viel Begeisterung. Zehn heimische Wildtierarten, vom Bär bis zum Spatz, wurden als Präparate präsentiert und luden zu einem unvergesslichen Erlebnis ein.

Zusätzlich gab es eine Nebenausstellung mit Illustrationen aus Kinderbilderbüchern, die zum Schmunzeln anregten, sowie eine gemütliche Pop-up-Leseecke, in der Märchenbücher aus dem Chinderbuechlade Bern bereitlagen. Das Rahmenprogramm war ebenfalls nicht ohne: Führungen «von Kindern für Kinder» starteten am 21. Juni – eine tolle Gelegenheit für junge Entdecker!

Der Landshuter Dialog

Ein neues Veranstaltungsformat, der «Landshuter Dialog», soll nun aktuelle Fragen rund um Wild und Jagd aufgreifen. Der Auftakt findet am 14. Juni 2026 statt und behandelt das spannende Thema «Fuchsjagd». Reinhard Schnidrig wird die Diskussion moderieren und verschiedene Perspektiven einbeziehen. Dies klingt nach einer lebhaften Runde, die sicher viele interessante Standpunkte und Meinungen hervorbringen wird.

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Das Schloss Landshut hat auch einen schönen Schlosspark, der ganzjährig frei zugänglich ist. Hunde sind erlaubt, allerdings nur an der Leine – im Museum selbst müssen sie draußen bleiben. Übrigens, das Schlosscafé sowie die Sonderausstellung sind rollstuhlgängig, was in der heutigen Zeit einfach dazugehört. Man möchte ja, dass jeder die Möglichkeit hat, die Natur und ihre Schätze zu erleben!

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Das Schloss hat von 10. Mai bis 11. Oktober 2026 geöffnet, und die Besucher können Dienstag bis Samstag von 14:00 bis 17:00 Uhr sowie am Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr vorbeischauen. Geschlossen bleibt es am 1. August (Nationalfeiertag) sowie am Eidgenössischen Bettag. Die Eintrittspreise sind fair: CHF 7.- für Erwachsene, CHF 6.- für AHV, IV, Kollektiv (ab 20 Personen), CHF 1.- für Jugendliche bis 16 Jahre, und für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt kostenlos, wenn sie von einem Erwachsenen begleitet werden.

Für alle, die sich für die Lebensräume von Wildtieren interessieren, bietet die Ausstellung nicht nur Informationen, sondern auch interaktive Erlebnisse. Im Erdgeschoss dreht sich alles um Wildtiere, während im Warftgeschoss die heimischen Lebensräume wie Meer, Küste, Wiese, Weide, Acker, Wald und Stadt im Fokus stehen. Hier kann man die Veränderungen dieser Lebensräume durch menschliche Nutzung und deren Auswirkungen auf die Tiere hautnah erleben.

Schloss Landshut ist also nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch ein lebendiger Raum für Wissen und Austausch über die Natur. Ein Besuch dort ist mehr als empfehlenswert – man kann nicht nur viel lernen, sondern auch eine wunderbare Zeit verbringen!