Heute ist der 23.04.2026. Österreich steht in den Startlöchern, um gleich zwei bedeutende Jubiläen zu feiern: 100 Jahre Seilbahnen und 25 Jahre „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“. Diese Meilensteine sind nicht nur ein Grund zur Freude, sie sind auch ein Indikator für die dynamische Entwicklung der Branche. Der Erfolg der Seilbahnen zeigt sich eindrucksvoll in den Zahlen: Im Jahr 2025 wurden rund 54 Millionen Ersteintritte, auch bekannt als „Skier Days“, verzeichnet – ein erfreulicher Anstieg von etwa 4 % im Vergleich zum Vorjahr.
Ein besonderes Highlight war die Seilbahntagung 2026 in Wien, die mit über 300 Teilnehmer:innen, darunter Infrastrukturminister Peter Hanke und Bundespräsident Alexander Van der Bellen (per Video), stattfand. Diese Veranstaltung unterstrich die Wichtigkeit der Seilbahnen als starken Wirtschaftsfaktor in Österreich. Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes Seilbahnen, berichtete von einem „sehr, sehr guten“ Winter 2025/2026, der bis Ende Januar ein Plus von 6 % verzeichnete. Auch im Februar ging es weiter bergauf mit einem Plus von über 2 %. Allerdings gab es im März einen Rückgang von 6,6 %, der die Nachsaison gravierend beeinflusste.
Die Bedeutung der Seilbahnen für die Wirtschaft
Seilbahnen sind mehr als nur Transportmittel für Wintersportler; sie sind ein Motor der wirtschaftlichen Entwicklung in den Regionen. Im November und Dezember 2025 erlebten Österreichs Bergregionen 12,2 Millionen Nächtigungen, von denen 8,7 Millionen durch Skifahrer generiert wurden. Rund 71 % der Gäste reisen primär für alpinen Wintersport an. Schneesicherheit spielt hierbei eine entscheidende Rolle und ist ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Reisenden.
Die technische Beschneiung hat sich als unverzichtbar für den frühen Saisongeschäft etabliert. Ohne sie wären die 8,7 Millionen Nächtigungen und 10,4 Millionen Skitage nicht möglich gewesen. Der Bruttoumsatzverlust ohne technische Beschneiung hätte sich auf rund 2,74 Milliarden Euro summiert. Das zeigt, wie wichtig diese Technologie für die gesamte Branche ist und dass die Wertschöpfung der Seilbahnbranche in Österreich im Winter bei etwa 6,7 Milliarden Euro liegt.
Ein Blick in die Zukunft
Die Seilbahnbranche ist nicht nur ein Wirtschaftsmotor, sondern auch ein bedeutender Arbeitgeber. Insgesamt hängen 128.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt an den Seilbahnen. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll die volkswirtschaftliche Bedeutung der Branche, die durch umfassende Statistiken der Wirtschaftskammer Österreich untermauert wird. Die jährlichen Erhebungen zu Ankunfts- und Nächtigungszahlen vermitteln ein klares Bild der Entwicklung und der Trends im Tourismus und der Freizeitwirtschaft in Österreich.
In den kommenden Jahren wird es spannend sein zu beobachten, wie sich diese Trends weiterentwickeln und welche neuen Herausforderungen und Chancen die Seilbahnen erwarten. Eines ist jedoch sicher: Die Seilbahnen bleiben ein unverzichtbarer Bestandteil der österreichischen Wirtschaft und des Tourismus.