Heute ist der 29.06.2026 und die Wirtschaft, die wir kennen, scheint sich in einem ständigen Wandel zu befinden. Unternehmen stehen vor neuen Herausforderungen, die sie oft wie ein schleichendes Ungeheuer verfolgen: Cyberrisiken, geopolitische Entwicklungen und wirtschaftliche Unsicherheit sind nur einige der Monster, die in der Dunkelheit lauern. Bei einer kürzlich abgehaltenen Senats-Lounge des Senats der Wirtschaft und Aon Austria wurde über Risikomanagement diskutiert – ein Thema, das alle betrifft, egal ob Kleinunternehmer oder große Konzerne.

Die Aon Global Risk Management Survey 2025 hat rund 3.000 Entscheidungsträger:innen aus 63 Ländern befragt und dabei interessante Erkenntnisse zutage gefördert. Es zeigt sich, dass Risiken nicht mehr isoliert betrachtet werden können. Technologische, geopolitische und wirtschaftliche Risiken sind stärker miteinander verflochten, als wir es uns vielleicht wünschen. Und das größte Problem? Cyberrisiken, die weltweit, und auch in Österreich, als die größte Herausforderung angesehen werden. Da fragt man sich, wo man überhaupt anfangen soll — mit den Betriebsunterbrechungen, der Rohstoffknappheit oder den ständig steigenden Wettbewerbsdruck? Man könnte meinen, es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

Die neue Normalität im Risikomanagement

Mahdi Allagha hat es treffend formuliert: Unternehmen müssen ihr Verständnis von Risiken überdenken. Sie sind kein Ausnahmezustand mehr – sie sind die neue Normalität. In einer Zeit, in der sich die Bedingungen ständig ändern, ist es nicht mehr ausreichend, auf Stabilität zu setzen. Unternehmen müssen flexibel und handlungsfähig bleiben. Wie Harald Luchs so schön sagt: Oft sind mehrere Risiken gleichzeitig am Werk. Geopolitische Entwicklungen beeinflussen Märkte, Lieferketten und sogar Investitionsentscheidungen. Da hilft kein Schubladendenken mehr.

Besonders für österreichische Unternehmen gewinnen Materialknappheit und konjunkturelle Unsicherheiten an Bedeutung. Und wie steht es um die deutsche Wirtschaft? Laut der Aon-Umfrage sind Betriebsunterbrechungen 2025 das Top-Risiko für deutsche Unternehmen, gefolgt von der Gefahr eines Konjunkturabschwungs. Interessanterweise hat geopolitische Volatilität in Deutschland stark zugenommen und ist eines der am schnellsten wachsenden Risiken in Europa. Wer hätte gedacht, dass Naturkatastrophen plötzlich in die deutschen Top Ten auf Platz 8 aufsteigen würden? Man fragt sich, ob das schon ein Zeichen für die Zeiten ist, in denen wir leben.

Resilienz als Schlüssel zum Erfolg

Die Diskussion um Resilienz wird immer lauter — und das aus gutem Grund. Unternehmen müssen sich von stabilitätsorientierten Planungsmodellen verabschieden. Anpassungsfähigkeit wird zur Kernkompetenz. Benita Ferrero-Waldner hebt hervor, wie wichtig es ist, geopolitische Zusammenhänge in strategische Entscheidungen einfließen zu lassen. Unternehmerische Souveränität erfordert schnelles Erkennen und Reagieren auf Risiken. Das klingt einfacher, als es ist, besonders wenn man bedenkt, dass Entscheidungen oft unter unvollständigen Informationen getroffen werden müssen, wie Martin Kreuzer anmerkt.

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Und das ist die Crux: Wie schnell können Organisationen auf Veränderungen reagieren und fundierte Entscheidungen treffen? Funktionierende Netzwerke sind hierbei unerlässlich, wie Hans Harrer betont. Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Institutionen wird entscheidend sein, um Resilienz zu fördern. Die Aon-Umfrage zeigt, dass die Unternehmen in diesem Bereich besser werden müssen, denn Resilienz ist mehr als nur ein Modewort — sie ist ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Es bleibt also spannend zu beobachten, wie sich die Unternehmen anpassen und ihre Strategien weiterentwickeln. Wer weiß, vielleicht wird die nächste große Idee aus einer unerwarteten Herausforderung geboren. In einer Welt voller Risiken wird das Überleben der Anpassungsfähigsten immer mehr zur Regel. Und das ist, ehrlich gesagt, beängstigend und aufregend zugleich.

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