In Vorarlberg tut sich was! Die Landesregierung hat einen Plan ausgeheckt, um die Nahversorgung an Sonn- und Feiertagen aufzufrischen. An diesen Tagen sollen Lebensmittelgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 400 Quadratmetern in ausgewählten ländlichen Gemeinden zwischen 7 und 18 Uhr ihre Türen öffnen dürfen. Das klingt super, oder? Vor allem für die, die in abgelegeneren Gegenden wohnen, wo die nächste Einkaufsmöglichkeit manchmal weit weg ist. Am Dienstag wird die dazugehörige Verordnung in der Landesregierung beschlossen – ein Schritt, der nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für die lokale Wirtschaft ein echter Gewinn sein könnte.

Doch wie das oft so ist, gibt es auch kritische Stimmen. Der ÖGB Vorarlberg warnt vor einem „gefährlichen Dammbruch“ und kritisiert, dass der arbeitsfreie Sonntag angegriffen wird. Reinhard Stemmer, der Landesvorsitzende, sieht das ganz klar und stellt die Frage, ob wir wirklich an jedem Sonntag einkaufen gehen wollen. Die Gewerkschaft GPA äußert ebenfalls ihren Unmut und verweist auf Umfragen, die zeigen, dass drei Viertel der Bevölkerung gegen eine Ausweitung der Sonntagsöffnung sind. Es gibt also ordentlich Zündstoff in der Debatte!

Details zur neuen Regelung

Diese neue Regelung gilt für 65 Gemeinden oder Ortsteile in Vorarlberg, die maximal einen Lebensmittelhändler mit Vollsortiment haben. Die Ausnahmen gelten nur für Läden, die von den Inhabern selbst betrieben werden und in erster Linie Lebensmittel anbieten. Für andere Verkaufsstellen bleibt alles beim Alten: Sie dürfen nur maximal zwei Stunden zwischen 7 und 12 Uhr öffnen. Das macht es für viele von uns, die an Sonn- und Feiertagen gerne mal etwas Frisches einkaufen wollen, etwas komplizierter.

Die neuen Öffnungszeiten zielen darauf ab, die Lebensmittelnahversorgung in ländlichen Gebieten zu stärken. Gemeinden wie Andelsbuch, Bartholomäberg, Dornbirn (einige Ortsteile) und viele mehr werden von dieser Regelung profitieren. Ein bisschen wie ein Lichtblick für all jene, die sich in den ländlichen Regionen Vorarlbergs oft nach einem schnellen Einkauf sehnen.

Ein Blick über die Grenzen

Und was passiert eigentlich in anderen Teilen Österreichs? In Oberösterreich gibt es ähnliche Überlegungen. Handelsobmann Martin Sonntag hat gefordert, die Regelungen für Hybridmärkte zu lockern. Diese Läden, die ohne Personal auskommen, könnten sonntags öffnen, um den Engpass an Nachversorgern in ländlichen Gebieten zu verringern. Das ist besonders brisant, denn 45 Gemeinden in Oberösterreich haben aktuell kein Lebensmittelgeschäft – das ist jeder zehnte Ort! Es gibt dort nur drei Ausnahmegenehmigungen für Sonntagsöffnungen, und die sind eher rar gesät.

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Wie man sieht, ist die Debatte um die Sonntagsöffnung ein heißes Eisen, das nicht nur in Vorarlberg, sondern auch in anderen Bundesländern immer wieder aufkocht. Die Meinungen sind geteilt: Während Kirchen- und Arbeitnehmervertreter oft gegen die Lockerungen sind, stehen die liberalen NEOS auf Bundesebene eher auf der anderen Seite und befürworten eine Öffnung. Ein ständiges Ringen um das richtige Maß – was denkt ihr darüber?

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