Heute ist der 7.05.2026, und in Kiel tut sich etwas ganz Aufregendes auf dem Wasser! Die Stadt plant die Einführung autonomer, emissionsfreier Fähren im öffentlichen Nahverkehr. Das ist nicht nur ein Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität, sondern könnte auch den maritimen Verkehr revolutionieren. Wer hätte gedacht, dass wir eines Tages ohne Kapitän über die Kieler Förde schippern könnten?
Die ersten Tests der autonomen Fähre „Wavelab“ laufen bereits auf der Kieler Innenförde und zeigen vielversprechende Ergebnisse. Sogar die „Sventana“, die Teil der CAPTN-Initiative („Clean Autonomous Public Transport Network“) ist, sorgt für Aufsehen. Mit einer Länge von etwa 14 Metern und einem elektrischen Antrieb ist sie als Doppelendfähre konzipiert und hat Platz für bis zu 35 Passagiere, inklusive Fahrräder. Das Besondere? Geplant ist ein Betrieb ohne Crew an Bord! Ab 2028 wird es ernst, denn dann ist ein Probebetrieb zwischen Wellingdorf und Dietrichsdorf vorgesehen. Die Schwentine wurde als erstes Einsatzgebiet gewählt, da hier die Verkehrsverhältnisse überschaubar sind.
Technologie und Innovation
Die „Sventana“ wird zunächst teilautonom betrieben – also mit einem Besatzungsmitglied an Bord –, bevor sie vollautonom die Gewässer unsicher macht. Die Vorteile für Pendler sind enorm: Schneller und bequemer Transport für Fußgänger und Radfahrer zwischen den Ufern der Schwentinemündung! Der Wegfall des Umwegs über die Alten Schwentinebrücken könnte die Anfahrt für Mitarbeiter und Studenten der Fachhochschule Kiel deutlich verkürzen. Auch die bestehende Schwentinefährlinie könnte davon profitieren und künftig in kürzeren Intervallen zwischen dem Kieler West- und Ostufer pendeln.
Doch bevor es soweit ist, stehen noch einige Herausforderungen an. Die geplante Strecke von 300 Metern zwischen den bestehenden Fähranlegern erfordert einen barrierefreien Umbau der Anlegestellen. Auch die Kosten für Planung und Bau der Fähre werden auf rund drei Millionen Euro geschätzt. Wer hätte gedacht, dass so viel Geld nötig ist, um auf dem Wasser in die Zukunft zu segeln? Aber hey, die Chancen für nachhaltige urbane Mobilität und angewandte Forschung in der Region sind es wert!
Ein Blick in die Zukunft
Die Entwicklung und der Bau autonomer und ferngesteuerter Schiffe (MASS/USV) bieten nicht nur Chancen für die maritime Wirtschaft, sondern sind auch Teil eines viel größeren Wandels in der Branche. Deutschland ist dabei, nationale, europäische und internationale Entwicklungen zur Rechtssicherheit aktiv mitzugestalten. Die nationale MASS-Koordinierungsrunde unterstützt Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Erprobung autonomer Systeme. Es wird sogar einen „Runden Tisch – Autonome Schifffahrt“ geben, um die Bedürfnisse von Wirtschaft und Wissenschaft abzufragen und einen nationalen Rechtsrahmen für autonome Schifffahrt zu entwickeln.
Und das ist erst der Anfang! Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) arbeitet am MASS-Code, der die Sicherheit autonomer Handelsschiffe regeln soll. Ab 2026 könnte dieser Code als nicht verbindlicher Standard angenommen werden – und ab 2032 dann rechtlich bindend. Das klingt nach einem aufregenden Zeitalter für die maritime Technologie! Die Herausforderungen, wie Konnektivität und Cybersicherheit, stehen noch im Raum, doch die Vorfreude auf autonomes Fahren auf dem Wasser ist spürbar.
Kiel ist auf dem besten Weg, ein Vorreiter in der Welt der autonomen Schifffahrt zu werden. Die Kombination aus innovativer Technologie, nachhaltiger Mobilität und der Möglichkeit, den Pendlerverkehr erheblich zu verbessern, lässt einen optimistisch in die Zukunft blicken. Wer weiß, vielleicht wird die „Sventana“ bald das Bild der Kieler Förde prägen und uns alle auf eine neue Reise in die maritime Zukunft mitnehmen!