Was für ein Abend in der Kieler Arena! Der THW Kiel hat sich beim Viertelfinal-Rückspiel der EHF European League gegen RK Nexe Nasice durchgesetzt und die Fans waren aus dem Häuschen. Mit einem Endstand von 30:27 nach regulärer Spielzeit und einem spannenden Siebenmeterwerfen haben die Zebras den Einzug ins Final Four in Hamburg am 30. und 31. Mai klar gemacht. Die Halle war mit 6.005 Zuschauerinnen und Zuschauern gut gefüllt, und die Stimmung? Lukas Zerbe prägte sie treffend mit „brutal“ – da war die Unterstützung der Fans wirklich unbeschreiblich.
Der Spielverlauf war alles andere als geradlinig. Nach einem holprigen Start lag Kiel nach fünf Minuten mit 3:5 zurück. Doch die Mannschaft stabilisierte sich schnell und führte zur Halbzeit mit 17:15. Die Spannung blieb bis zur letzten Sekunde bestehen. In der 52. Minute sah es noch gut aus, als Kiel mit 29:23 führte, doch Nexe kam auf 26:29 heran. Die letzte Chance für Kiel wurde vergeben, und so musste das Siebenmeterwerfen entscheiden.
Der Nervenkitzel im Siebenmeterwerfen
Hier kam der THW-Keeper Andreas Wolff ins Spiel. Gemeinsam mit Gonzalo Perez de Vargas hielt er je einen Siebenmeter der Kroaten. Und dann war da noch Eric Johansson, der den entscheidenden Siebenmeter verwandelte – unbeschreibliche Emotionen durchfluteten die Arena! Johansson war insgesamt der beste Werfer des Spiels mit zehn Toren, gefolgt von Zerbe, der ebenfalls zehn Tore erzielte (davon fünf Siebenmeter). Bei den Gästen glänzte Lucin mit zehn Toren, wobei er auch sechs Siebenmeter verwandelte.
Die Vorfreude auf das Final Four in Hamburg ist nun riesig. Mögliche Gegner für Kiel sind die SG Flensburg-Handewitt, MT Melsungen und Montpellier HB. Die Auslosung der Halbfinals findet am Freitag in Wien statt – das wird spannend! Zudem könnte Kiel als Gewinner der European League in der nächsten Saison an der Champions League teilnehmen, abhängig von den Füchsen Berlin.
Ein Blick in die Zukunft der EHF European League
Die EHF European League hat sich in dieser Saison als eine Bühne für spannende Duelle etabliert. Die Liga, die 1982 als IHF-Pokal ins Leben gerufen wurde, bietet Teams die Chance, die sich nicht für die Champions League qualifizieren konnten, sich auf europäischer Ebene zu beweisen. Aktuell kämpfen insgesamt 32 Mannschaften in der Gruppenphase, und das Finale wird in der Barclays Arena in Hamburg ausgetragen – ein echtes Highlight für alle Handballfans.
In der laufenden Saison haben sich die deutschen Teams, darunter auch der THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt und MT Melsungen, ins Zeug gelegt, um den Einzug ins Final Four zu schaffen. Am 5. Mai 2026 finden die entscheidenden Rückspiele der Viertelfinals statt – ein Datum, das sich jeder Handballfan merken sollte!
Für Kiel und die anderen Teams wird es jetzt ernst. Die nächste Herausforderung steht vor der Tür, und die Spannung steigt. Wer wird sich durchsetzen und die begehrte Trophäe in die Höhe stemmen? Die Antwort darauf wird uns das Final Four in Hamburg geben.