Die Kunstszene in Worms, Speyer und Mainz erblüht geradezu! Die Stipendiaten des Programms „SchUM-Artist in Residence 2026“ sind seit Ende April in der Region angekommen und bringen frischen Wind in die kulturelle Landschaft. Roy Efrat, Atalya Laufer und Raphaël Fischer-Dieskau – das sind die kreativen Köpfe, die über die nächsten drei Jahre an ihren Projekten arbeiten werden. Es ist ein spannendes Unterfangen, das die historischen Wurzeln dieser Städte mit zeitgenössischer Kunst verknüpfen möchte. Und das, während die Kunstschaffenden mitten im UNESCO-Welterbe der SchUM-Stätten agieren! Wie genial ist das denn?
Diese Stätten sind nicht einfach nur Steine und Mauern, sie erzählen Geschichten aus dem Mittelalter, als Speyer, Worms und Mainz das Herz des jüdischen Lebens in Aschkenas bildeten. Das Akronym SchUM steht für die hebräischen Anfangsbuchstaben dieser drei Städte und steht sinnbildlich für eine Epoche, in der jüdische Kultur blühte und die Architektur, Religion und Rechtsprechung der jüdischen Diaspora entscheidend prägte. Monumente wie Synagogen und Ritualbäder zeugen noch heute von dieser reichen Geschichte. Es ist einfach faszinierend, wie die Stipendiaten diese historische Tiefe in ihre Kunstwerke einfließen lassen.
Die Projekte der Stipendiaten
Roy Efrat hat sich in Speyer eine immersive Installation rund um die Mikwe vorgenommen – das klingt nach einem spannenden Erlebnis! Diese rituellen Bäder sind nicht nur architektonische Meisterwerke, sondern auch Orte voller Spiritualität. Atalya Laufer hingegen wird in Worms die Sichtbarkeit weiblicher Stimmen in der Geschichte thematisieren. Ein wichtiges Thema, das oft zu kurz kommt. Und in Mainz wird Raphaël Fischer-Dieskau eine interaktive Klanginstallation gestalten, die hoffentlich alle Sinne anspricht!
Die Artist Talks, die im Mai stattfinden, bieten nicht nur die Möglichkeit, die Künstler kennenzulernen, sondern sind auch eine Plattform für den Austausch über Kunst und Geschichte. Am 6. Mai in Speyer, am 13. Mai in Worms und am 21. Mai in Mainz – der Eintritt ist frei, keine Anmeldung nötig. Wer hätte gedacht, dass Kunst so zugänglich sein kann? Ein echter Gewinn für die Region!
SchUM und seine Bedeutung
Die SchUM-Gemeinden haben die jüdische Kultur in Europa über Jahrhunderte hinweg geprägt – ein Erbe, das auch heute noch nachhallt. Seit 2021 sind die SchUM-Stätten als UNESCO-Welterbe anerkannt, und das ist nicht ohne Grund! Sie sind ein einzigartiges Zeugnis der kulturellen Tradition des europäischen Judentums und wie die jüdische Architektur und Bestattungskultur im Hochmittelalter Einfluss auf die heutige Zeit genommen hat. Es ist beeindruckend zu wissen, dass diese Orte als Wiege der aschkenasischen jüdischen Lebenskultur gelten.
Die Kombination aus historischer Tiefe und zeitgenössischer Kunst ist einfach fantastisch. Die Stipendiaten bringen neue Perspektiven in diese alten Mauern und laden die Öffentlichkeit ein, an ihrem kreativen Prozess teilzuhaben. Es wird spannend zu sehen, wie sie die Vergangenheit in die Gegenwart übersetzen und dabei hoffentlich auch jüngere Generationen für diese Themen begeistern.
Und während wir darauf warten, was die nächsten Jahre bringen werden, bleibt nur zu hoffen, dass die Verbindung von Kunst und Geschichte nicht nur die Künstler, sondern auch uns alle inspirieren wird. Wer hätte gedacht, dass Worms, Speyer und Mainz nicht nur geschichtsträchtige, sondern auch künstlerisch pulsierende Orte sind? Man kann es kaum erwarten, die Ergebnisse dieser spannenden Projekte zu sehen!