In Wuppertal tut sich was! Die Stadt, die bekannt ist für ihre einzigartige Schwebebahn und das aufregende Lebensgefühl, sieht sich einer spannenden Herausforderung gegenüber: der Förderung von Start-ups. Bisher waren in der Region 178 Start-ups aktiv. Ein gutes Dutzend hat sich in der näheren Umgebung angesiedelt, während andere in Wuppertal nach geeigneten Räumlichkeiten gefahndet haben. Doch leider – und das ist wirklich schade – mangelt es aktuell an Platz. Es ist höchste Zeit, dass Flächen für kreative Köpfe entwickelt werden!
Ein Blick auf das Axalta-Gelände am Christbusch, das einst Herberts beherbergte, offenbart 50.000 Quadratmeter leer stehender Fläche in Unterbarmen. Diese Fläche könnte sofort bezogen werden. Man könnte fast sagen: „Hier könnte das nächste große Ding entstehen!“ Allerdings schätzt man, dass es drei bis sieben Jahre dauern könnte, bis das Gelände voll ausgelastet ist. Langfristig jedoch könnten durch die Schaffung von Angeboten enorme Vorteile für die Region entstehen. Ein Blick nach Düsseldorf verdeutlicht, wie wichtig es ist, Raumangebote vor dem tatsächlichen Bedarf zu schaffen. Dort hat man in den frühen 2000er-Jahren mit einem ähnlichen Konzept im Hafen begonnen. Was damals noch leer stand, ist heute heiß begehrt.
Ein Vorschlag für eine kreative Zukunft
Wenn wir Wuppertal als einen Ort der Innovation und Kreativität positionieren wollen, müssen wir aktiv werden. Ein Vorschlag wäre, im städtischen Etat Geld zu reservieren, um das Gelände zu kaufen und umzugestalten. Damit könnte man es für kreative und innovative Menschen attraktiv machen. Und ganz ehrlich, wäre es nicht einfach genial, wenn Wuppertal als Brutstätte für neue Ideen und spannende Projekte glänzen würde?
Um einen weiteren Blick über den Tellerrand zu werfen, lohnt sich ein Blick auf Frankfurt, das sich im letzten Jahr als ein positives Beispiel im Bereich Start-up-Ökosysteme hervorgetan hat. Laut der „Global Startup Ecosystem Report 2023“ gehört Frankfurt zu den Top 30 der „Emerging Ecosystems“ weltweit! Das ist eine großartige Nachricht. Hessischer Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir berichtet von einer Verbesserung um 25 Plätze seit 2020. Die Stadt hat sich als ein Ort etabliert, an dem Innovation durch Forschung und Patente großgeschrieben wird. Im Bereich „Knowledge“ ist Frankfurt sogar unter den Top 10 in Europa.
Hürden und Chancen
Natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein. Die Wirtschaftskrise 2022 hat weltweit ihre Schatten geworfen, und die Finanzierung von Start-ups wurde beeinträchtigt. Venture-Capital-Finanzierungen sanken um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist ein echter Dämpfer. Dennoch zeigt Frankfurt, dass es Möglichkeiten gibt, gerade in der Frühphase Unterstützung zu bieten. Mit dem Start-up-Stipendium „push!“ erhalten Start-ups Zuschüsse von bis zu 40.000 Euro für maximal ein Jahr. Das ist ein Lichtblick!
Zusätzlich wird der Marktzugang, insbesondere international, als eine Herausforderung wahrgenommen. Die Hessische Landesregierung hat bereits Maßnahmen ergriffen, um Start-ups bei der Internationalisierung zu unterstützen. Ein neuer Ecosystem Manager hat im Mai seine Tätigkeit aufgenommen, um den Weg für unsere kreativen Köpfe zu ebnen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in Wuppertal entwickeln wird. Die Chancen stehen gut, wenn wir den Mut aufbringen, Platz für die Ideen von morgen zu schaffen. Und vielleicht, nur vielleicht, wird Wuppertal bald als Hotspot für Start-ups und kreative Köpfe gelten. Wer weiß, was die Zukunft bringt!