Gewichtige Erkenntnisse: Die Polizei Mettmann wiegt Wohnmobile und schützt Camper vor Überladung
Am 27. Juni fand auf dem Parkplatz der Polizei am Adalbert-Bach-Platz in Mettmann eine spannende Verwiegeaktion der Kreispolizeibehörde statt. 41 Wohnmobile und 24 Gespanne hatten sich versammelt, um ihre Fahrzeuge kostenfrei wiegen zu lassen. Ein Angebot, das viele Camper gerne annehmen – schließlich kann das richtige Gewicht über Wohl und Wehe auf Reisen entscheiden. Die Polizei informierte die Teilnehmer nicht nur über die Wichtigkeit der Ladungssicherheit, sondern auch über eine gerechte Gepäckverteilung. Schließlich kann eine schiefe Gewichtsverteilung im Wohnmobil unangenehme Überraschungen bereithalten!
Die Ergebnisse waren erfreulich: Nur wenige Fahrzeuge hatten leichte Überladungen. Das ist beruhigend, denn Überladung kann nicht nur zu gefährlichen Situationen führen, sondern auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Während einige Teilnehmer ihre selbst ausgebauten Fahrzeuge zur Kontrolle brachten, erlebte ein großer Campingbus die gute Nachricht: Er überschritt das zulässige Gesamtgewicht nicht. Das zeigt, dass das Wissen um die eigenen Fahrzeugdaten und eine sorgfältige Beladung fruchtbare Früchte tragen können.
Ein Blick hinter die Kulissen der Gewichtsmessung
Damit alles korrekt abläuft, muss man sich Gedanken über die Masse in fahrbereitem Zustand machen. Diese umfasst das Grundfahrzeug mit Serienausstattung, ein Pauschalgewicht für den Fahrer von 75 kg, und es wird auch das Leergewicht des Fahrzeugs mit allen Betriebsstoffen wie Schmierfette und Ölen sowie einem voll gefüllten Frischwassertank (20 Liter) und einer Alu-Gasflasche (16 kg) berücksichtigt. Auf diese Weise ergibt sich eine genaue Grundlage, um die maximale Zuladung zu berechnen. Das zulässige Gesamtgewicht für Wohnmobile liegt in Deutschland in der Regel bei 3,5 Tonnen – und das gilt es, genau im Auge zu behalten.
Die Polizei betonte, dass Abweichungen vom angegebenen Nennwert rechtlich zulässig sind, solange sie im Rahmen der gesetzlichen Toleranzen von ± 5 % bleiben. Das bedeutet, dass es im typischen Fall auch mal zu einem realen Gewicht von etwa 2.850 kg kommen kann, mit einer erlaubten Schwankung von 142,50 kg. Wer also sein Wohnmobil richtig beladen möchte, sollte sich unbedingt der verschiedenen Faktoren bewusst sein, die in die Berechnung einfließen.
Die Gefahren der Überladung
Die Gefahren der Überladung sind nicht zu unterschätzen. Überladung beeinträchtigt nicht nur die Fahrstabilität, sondern kann auch zu hohen Bußgeldern führen. Wer mit einem überladenen Wohnmobil unterwegs ist, sollte sich im Klaren sein, dass die Versicherung im Schadensfall eventuell nur teilweise leisten kann. Daher ist es ratsam, beim Packen des Fahrzeugs eine detaillierte Checkliste zu erstellen und auf platzsparende Aufbewahrungslösungen zu setzen. Auch die gleichmäßige Gewichtsverteilung ist entscheidend – denn ein schwer beladenes Heck kann die Kontrolle über das Fahrzeug erheblich erschweren.
Ein Tipp ist, Lebensmittel und Getränke eventuell vor Ort zu kaufen, um das Gewicht zu reduzieren. So bleibt mehr Platz für die wichtigen Dinge – und man muss sich nicht um das gesamte Gepäck kümmern. Die richtige Beladung spielt nicht nur eine Rolle für die Sicherheit, sie ist auch gesetzlich vorgeschrieben. Wer also plant, mit dem Wohnmobil auf Reisen zu gehen, sollte sich im Vorfeld gut informieren und gegebenenfalls auch an Aktionen wie der in Mettmann teilnehmen. Die Kreispolizeibehörde hat sich bei den Teilnehmern für ihre Mitwirkung bedankt und kündigte bereits den nächsten Termin über die Pressestelle und die Social-Media-Kanäle an.
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