Blues unter Mettmanns Himmel: Ein Fest der Sinne und der Gemeinschaft
Das Bluesfestival in Mettmann – ein Event, das nicht nur die Herzen von Musikliebhabern höher schlagen lässt, sondern auch ein echtes Erlebnis für alle Sinne ist! Auch dieses Jahr zog es zahlreiche Fans aus ganz Deutschland an, darunter die 64-jährige Marcella Auf der Heide, die aus Bonn angereist ist. Dies war bereits ihr fünfter Besuch – und nach so vielen Festivals, sowohl in Deutschland als auch in den USA, kann man wirklich sagen, dass sie eine wahre Blueskennerin ist. Die Temperaturen in Mettmann erinnern an die schwülen Tage am Mississippi, und das merkt man nicht nur draußen, sondern auch in der Aula des KHG, die sich, wie immer, in einen pulsierenden Bluesclub verwandelt hat.
Mit Fächer und Handtuch bewaffnet, tanzte das Publikum im Takt der mitreißenden Musik. Von langsamen, gefühlvollen Klängen bis hin zu schnellen Rhythmen – die Bandbreite war beeindruckend. Ein kleiner nostalgischer Hinweis auf den Film „Paris, Texas“ schwebte durch die Luft, während Abi Wallenstein, der „Vater der Hamburger Blues-Szene“, direkt im Publikum spielte. Diese Nähe zu den Künstlern schafft eine besondere Atmosphäre, die das Festival so einzigartig macht. Neuankömmlinge wie Sara May aus Velbert-Langenberg und Felix Feldmann aus Essen waren begeistert von der Energie, die im Raum lag.
Künstler hautnah
Bad Temper Joe, der Hauptact, brachte mit seinem Humor und seiner Lap-Steel-Gitarre nicht nur die Musik, sondern auch das Publikum zum Lachen. „Wegen der Hitze muss ich nach jedem Lied nachstimmen“, erklärte er mit einem Schmunzeln, was für viele Anwesende ein Scherz war, der die Realität der drückenden Temperaturen auf den Punkt brachte. Trotz der hohen Luftfeuchtigkeit und der Hitze bewiesen die Künstler Professionalität und ließen sich nicht beirren. Mit jedem Auftritt wurden die Zuschauer mehr in den Bann gezogen.
Der Organisator Benjamin Pieker, der das Festival in Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der Stadt Mettmann ins Leben rief, berichtete von zufriedenen Gästen und einem regen Ticketverkauf an der Abendkasse. Dies ist die neunte Auflage des Festivals, das 2016 als kleine, herzliche Veranstaltung begann. Die Aula des Konrad-Heresbach-Gymnasiums wird mittlerweile jedes Jahr zum Schauplatz dieser musikalischen Feier. Die Vorfreude auf die weiteren Acts war spürbar, besonders auf den vielfach ausgezeichneten Michael van Merwyk und die Bluesanovas, die als einer der aufregendsten Live-Acts der Szene gelten.
Ein Abend voller Rhythmus
Der Konzertabend am Samstag, dem 27. Juni, begann um 19 Uhr nach einem Einlass um 18 Uhr – und die Zeit verflog wie im Flug! Die Ticketpreise lagen bei 30 Euro im Vorverkauf und 35 Euro an der Abendkasse, und diese Investition war mehr als gerechtfertigt. Die Musik war ein Fest für die Ohren, ein Erlebnis für die Seele, und die Zuschauer ließen sich von den Melodien mitreißen. Das Publikum klatschte begeistert mit, und die Hitze schien in diesem Moment keine Rolle mehr zu spielen.
Das Bluesfestival in Mettmann ist nicht nur ein Event, sondern ein Gefühl. Ein Gefühl von Gemeinschaft, von Musik und von unvergesslichen Momenten. Immer wieder kehren die Menschen zurück, um diese besondere Atmosphäre zu genießen. Vielleicht liegt es an der Leidenschaft der Künstler, vielleicht an der herzlichen Gastfreundschaft der Organisatoren – oder an beidem. Irgendwie ist es einfach ein Stück Heimat für alle Bluesliebhaber.
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