Heute ist der 18.04.2026 und im Märkischen Kreis stehen die Zeichen im Hinblick auf den Glasfaserausbau auf Veränderung. Die UGG (Unternehmergesellschaft für Glasfaser) zieht sich weitgehend aus der Region zurück, doch der dringende Bedarf an einer flächendeckenden Glasfaserversorgung bleibt bestehen. Die Koordinatoren für digitale Infrastruktur, Matthias Pohl und Thomas Hoheisel, sind bereits in Kontakt mit sieben betroffenen Städten und Gemeinden, um zukunftsfähige Lösungen zu finden.
Die Entscheidung der UGG, den geplanten Ausbaubereich zu reduzieren und sich aus Kommunen wie Iserlohn, Hemer, Menden, Nachrodt-Wiblingwerde, Altena, Lüdenscheid und Halver zurückzuziehen, hat viele Bürger besorgt. Der Märkische Kreis und die Kommunen suchen nun nach alternativen Telekommunikationsunternehmen, um den Glasfaserausbau voranzutreiben und aufrechtzuerhalten.
Ausbauformen im Fokus
Ein wichtiger Aspekt in dieser Diskussion ist der Unterschied zwischen eigenwirtschaftlichem und gefördertem Glasfaserausbau. Der geförderte Ausbau wird durch öffentliche Mittel finanziert und findet in Gebieten statt, wo ein „Marktversagen“ vorliegt. Im Gegensatz dazu erfolgt der eigenwirtschaftliche Ausbau durch private Unternehmen, die auf Basis wirtschaftlicher Kriterien investieren.
Ein weiteres Hindernis ist, dass Gebiete mit einem Vodafone-Kabel-TV-Netz nicht förderfähig sind, da diese bereits über gigabitfähige Internetanschlüsse verfügen. Um die notwendigen Fördermittel zu bewilligen, müssen Ausbauprojekte vom Kreis ausgeschrieben werden, wodurch eine schnelle Umsetzung in den betroffenen Gemeinden gewährleistet werden soll.
Bürgerinformation und Hotline
Für Bürger, die Fragen oder Anregungen haben, steht die UGG jederzeit zur Verfügung. Unter der Hotline-Nummer 0800/4101410 können sie direkt Kontakt aufnehmen und Informationen einholen. Der Märkische Kreis bleibt zudem aktiv und informiert die Öffentlichkeit über neue Ausbaugebiete im Glasfaseratlas, sodass die Bürger stets auf dem neuesten Stand sind.
Insgesamt zeigt sich, dass trotz der Herausforderungen bei der Umsetzung des Glasfaserausbaus im Märkischen Kreis ein starkes Engagement der Kommunen und des Kreises besteht, die digitale Infrastruktur weiter auszubauen und zu verbessern. Es bleibt spannend, wie die nächsten Schritte aussehen werden und welche neuen Anbieter sich möglicherweise für die Region interessieren werden.