Heute ist der 21.05.2026, und in Kleve gibt es große Neuigkeiten im Gesundheitswesen. Eine umfassende Klinik-Reform steht an, die den Landkreis in den kommenden Jahren prägen wird. Die Pläne sind ehrgeizig: Künftig sollen nur noch zwei Standorte für stationäre Behandlungen bestehen, nämlich das St. Antonius-Hospital in Kleve und das St. Clemens-Hospital in Geldern. Klingt nach einer großen Veränderung, oder? Das Wilhelm-Anton-Hospital in Goch und das Marienhospital in Kevelaer werden zwar schließen, bleiben aber mit ambulanten Angeboten weiterhin präsent. Die Investitionen sind ordentlich: Insgesamt 300 Millionen Euro sind vorgesehen, wobei 60 Millionen Euro aus Eigenmitteln der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft (KKLE) stammen.

Der Großteil der Finanzierung kommt aus dem Transformationsfonds des Landes, auf dessen Förderbescheid alle Beteiligten gespannt warten. Die Gespräche zwischen der KKLE, die die Krankenhäuser in Kleve, Goch und Kevelaer betreibt, und der Cusanus Trägergesellschaft Trier (CTT) – dem Träger des Klinikums in Geldern – laufen bereits konstruktiv. Das Ziel? Eine wirtschaftlich tragfähige und geordnete Überführung der Gesundheitsversorgung in der Region. Und das ist kein leichtes Unterfangen! Die Belegschaften wurden am 21. Mai informiert, und auch der Kreistag wird bald folgen. Man möchte schließlich alle Beteiligten an Bord haben.

Der Hintergrund der Reform

Die Reform steht im Kontext der Landespläne zur Konzentration von Leistungen an weniger Standorten. Ziel ist es, Abteilungen zusammenzulegen und Überkapazitäten abzubauen, um eine Unterversorgung zu vermeiden und die Qualität der medizinischen Leistungen zu verbessern. Aktuell gibt es in der Region eine beachtliche Anzahl an Betten: Das Klever Krankenhaus verfügt über 342, das Hospital Goch über 173, das Klinikum Kevelaer über 210 und das Krankenhaus Geldern über 305. Zukünftig sollen in den beiden Schwerpunkthäusern in Kleve und Geldern zusammen etwa 1000 Betten bereitstehen.

Das klingt nach einer Menge Platz! Aber das ist noch nicht alles. Die Fachkliniken in Goch werden größtenteils nach Kleve verlagert, während die Kliniken in Kevelaer ab 2031/32 nach Geldern wechseln. Neu werden Bereiche wie Gefäßchirurgie, Angiologie, Neurologie und eine Stroke Unit in Geldern hinzukommen. In Kleve hingegen stehen Thoraxchirurgie, Pneumologie, Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin auf dem Plan. Das klingt nach einer umfassenden Neuausrichtung, die den Bürgern der Region zugutekommen könnte.

Ambulante Versorgung und Gesundheitscampusse

Während die stationäre Versorgung neu strukturiert wird, bleibt die ambulante Versorgung in Goch und Kevelaer nicht auf der Strecke. Hier sind Gesundheitscampusse geplant, die die ambulante Versorgung ausbauen sollen. Kevelaer wird dabei als Zentrum für chronische Erkrankungen fungieren, während Goch sich als Diagnostikzentrum mit Radiologie und Nuklearmedizin positioniert. Und die Rettungswache in Goch bleibt ebenfalls erhalten! Die Kliniken in Kleve und Geldern werden Notfallzentren der Stufe drei, was bedeutet, dass sie mindestens sieben Fachabteilungen und 20 Intensivbetten vorhalten müssen. Das klingt nach einer soliden Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen.

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Der Geschäftsführer der KKLE hat betont, dass es keinen Arbeitsplatzabbau geben wird. Alle Mitarbeiter sollen gleichwertige Angebote erhalten – ein wichtiges Zeichen in unsicheren Zeiten. Doch um die Reform tatsächlich erfolgreich umzusetzen, ist eine strategische Planung unerlässlich. Die Projekte müssen in umfassende Überlegungen eingebettet werden, wobei die Kliniken und Länder gefordert sind, klare Strukturwirkungen zu beachten. Schließlich darf sich die Planung nicht nur auf den Status Quo beschränken, da sonst eine Förderung verweigert werden könnte. Hier kommen die Strukturanalysen ins Spiel, die als Grundlage für die Projektplanung dienen und aktuelle sowie künftige Versorgungsbedarfe darlegen sollen.

Die Zukunft im Blick

Die Investitionen in die telemedizinische Zusammenarbeit und den Ausbau von regionalen Verbünden sind nicht nur ein Gebot der Stunde, sondern auch eine Chance für die kleineren Kliniken, sich im Kontext der Konzentration neu zu erfinden. Fusionen und Partnerschaften werden zunehmen, denn viele Krankenhäuser sind ohne zusätzliche Ressourcen wirtschaftlich nicht überlebensfähig. Es bleibt spannend, wie sich die Gesundheitsversorgung in der Region entwickeln wird und welche neuen Möglichkeiten sich für die Bürger ergeben. Kleve und Geldern stehen vor einer neuen Ära im Gesundheitswesen, und die nächsten Schritte werden entscheidend sein. Ob diese Reform das erhoffte Ziel erreicht, bleibt abzuwarten! Aber eines ist sicher: Die Bürger werden genau hinschauen, was da auf sie zukommt.