Im Tiergarten Kleve, wo der Duft von frischem Gras und das Geplätscher des Wassers die Luft erfüllen, wurde kürzlich eine spannende Feuerwehrübung durchgeführt. Die Feuerwehr Kleve, vertreten durch den Löschzug Rindern, und die Brandweer Millingen aan de Rijn aus den Niederlanden arbeiteten Hand in Hand, um ihre Fähigkeiten in der Brandbekämpfung unter erschwerten Bedingungen zu trainieren. Das Ziel? Ein gemeinschaftliches Vorgehen bei einem simulierten Brand – und das mit einem besonderen Augenmerk auf die Rettung von Tieren. Ein nicht ganz alltägliches Szenario, das die Einsatzkräfte vor einige Herausforderungen stellte.

Der fiktive Notruf, der die Übung einleitete, beschrieb eine unklare Rauchentwicklung im hinteren Bereich des Tiergartens, wo ein mobiler Transformator und ein Stallgebäude in Brand geraten waren. Vor Ort war es brenzlig: Menschen und Tiere in Gefahr, und die Wasserversorgung stellte sich als problematisch heraus. Mit nur wenigen Wasserentnahmestellen im vorderen Bereich des Tiergartens musste eine 450 Meter lange Wasserförderstrecke mit einer Verstärkerpumpe aufgebaut werden. „Das klingt nach einem echten Abenteuer“, dachte sich sicher so mancher der 31 Retter, die herbeieilten, um den Einsatz zu bewältigen.

Koordination zwischen den Ländern

Die Herausforderung lag nicht nur in der technischen Umsetzung, sondern auch in der Koordination zwischen den beiden Feuerwehreinheiten aus Deutschland und den Niederlanden. Unbefestigte Wege, Höhenunterschiede – es war alles dabei. Besonders knifflig wurde es, als die Feuerwehrleute Abstand zum Feuer halten mussten, um keinen Stromschlag zu riskieren. Schutzmonturen und Sauerstoffmasken wurden angelegt, während die Retter den Fokus auf die Evakuierung von Bentheimer Landschafen legten. Herr Röhrig, der Zooinspektor, erklärte den Einsatzkräften, wie man die Schafe, die bis zu 110 Kilogramm wiegen und oft entwischen, sicher aus der Gefahrenzone bringt. Die Evakuierung der sieben Schafe dauerte etwa 20 Minuten – eine echte Herausforderung für alle Beteiligten.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Übung war die Unterweisung im Umgang mit Nutztieren. Feuerwehrangehörige lernten, wie man Halftern anlegt, Huftiere aus Gefahrenbereichen treibt und mit den besonderen Eigenschaften von Schafen, Ziegen und anderen Tieren umgeht. Tiergartenleiter Martin Polotzek und Betriebsleiter Dietmar Cornelissen gaben den Rettern theoretische und praktische Einblicke, die sich als äußerst wertvoll erwiesen. Spätestens hier wurde klar: Die Fähigkeiten der Einsatzkräfte wurden auf die Probe gestellt – und das nicht nur im Umgang mit Feuer, sondern auch im Umgang mit Tieren.

Positive Rückmeldungen und Ausblick

Die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren wurde durchweg positiv bewertet. Übungsleiter und der Tiergartenleiter zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der Übung. „Es ist einfach großartig, dass wir hier im Tiergarten Kleve die Möglichkeit haben, so praxisnah zu üben“, betonte einer der Organisatoren. Die Übung fand bereits zum dritten Mal statt und hat sich als wertvolle Erfahrung für die Einsatzkräfte etabliert, die sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen müssen.

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Am Ende des Tages bleibt das Bild von Feuerwehrleuten, die inmitten von Tieren und Natur ihre Fähigkeiten verfeinern, um im Ernstfall Leben zu retten. Es war eine Übung, die nicht nur die Einsatzkräfte, sondern auch die Tiere des Tiergartens in den Mittelpunkt rückte und zeigte, wie wichtig der sichere Umgang mit ihnen ist. Wer weiß, vielleicht wird die nächste Übung noch aufregender – schließlich gibt es immer etwas Neues zu lernen!