Euskirchen im Aufruhr: Dalmacija schließt plötzlich und hinterlässt Vereine ohne Heimat
In Euskirchen gibt es derzeit viel Aufregung. Das Restaurant Dalmacija hat am 4. Mai überraschend sein Gewerbe abgemeldet und die Türen dicht gemacht. Kein Vorwarnung, kein Abschied – einfach weg. Für viele Vereine, wie den Schachklub Turm Euskirchen und den Kegelklub „He stöbb et“, kam diese Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Der Schachklub hatte dort über Jahre hinweg seine Spielabende verbracht und war nun ohne Trainingsraum, ja, sogar ohne die eigenen Schachbretter und Spielfiguren, die im Restaurant gelagert waren. Wie ein unerwarteter Sturm kam diese Schließung, und die Verwirrung war groß.
Einige Vertreter des Schachklubs haben es sich nicht nehmen lassen, nach Lösungen zu suchen. Dank des Vermieters gab es einen Zugang zum Dalmacija, doch als sie dort eintrafen, war das Entsetzen groß. Wertvolle Materialien waren verschwunden, der Schaden wurde als immens beschrieben. Das ist nicht nur frustrierend, sondern auch emotional belastend, wenn man sieht, wie viel Herzblut in den Verein gesteckt wird. Doch, wie es oft so ist, kommt nach dem Regen die Sonne: Bürgermeister Sacha Reichelt sprang ein und half dem Schachklub, eine Übergangslösung in der Aula der Hermann-Josef-Grundschule zu finden. Ab dem 24. Juni wird der Schachklub seine Züge im Hotel Klosterhof am Jakobsweg in Stotzheim fortsetzen.
Ein neuer Weg für die Kegler
Aber nicht nur die Schachspieler müssen sich umstellen. Auch der Kegelklub „He stöbb et“, der alle 14 Tage im Dalmacija kegelte, musste sich eine neue Spielstätte suchen. Glücklicherweise fanden sie eine neue Heimat in der Gaststätte En d’r Kurv in Nemmenich. Ein kleiner Lichtblick, auch wenn sie den Verlust eines großen Gruppenbildes betrauern, das im Dalmacija hing. Es sind die kleinen Dinge, die oft die größten Erinnerungen wecken.
Unterdessen läuft es sportlich für den Schachklub Turm: Sie haben in der Regionalliga den Klassenerhalt gesichert und die zweite Mannschaft hat als Meister der 1. Kreisklasse West den Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft. Es zeigt, dass trotz aller Widrigkeiten der Kampfgeist und die Leidenschaft für den Sport ungebrochen sind. Ein kleiner Sieg inmitten der Turbulenzen.
Die Herausforderungen der Gastronomie
Das Dalmacija ist nicht der einzige Betrieb, der in der Region unter Druck steht. Patrick Rothkopf, ein bekannter Hotel- und Restaurantbetreiber aus Euskirchen, hat kürzlich bei einer Pressekonferenz der Nordeifel-Tourismus GmbH (NeT) auf die Sorgen des Gastgewerbes hingewiesen. Er sitzt nicht nur im Vorstand der Dehoga, sondern hat auch die Räumlichkeiten für dieses wichtige Treffen zur Verfügung gestellt. Rothkopf lobte die Arbeit der NeT und bemerkte, dass seit deren Gründung vor 15 Jahren der Freizeittourismus im Norden des Kreises zugenommen hat. Hervorzuheben sind dabei auch die Therme in Euskirchen und das Outlet in Bad Münstereifel, die zur Attraktivität der Region beitragen.
Doch es gibt auch dunkle Wolken am Horizont. Rothkopf kritisierte den Fachkräftemangel und die finanziellen Belastungen, die viele Betriebe durch Corona und die Flut erlitten haben. Die Inflation und die steigenden Energiepreise setzen den Gastronomiebetrieben zusätzlich zu. Während die Auslastung gut sei, berichten viele von einer sinkenden Ertragslage. Die steigenden Kosten, etwa durch den Mindestlohn, machen es den Betrieben nicht gerade leichter. Und dann ist da noch die Bürokratie, die einem das Leben schwer macht. Die Anforderungen an kleinere Gastronomiebetriebe steigen ständig, und das kann eine echte Herausforderung sein.
Die Gastronomie in Euskirchen steht also an einem kritischen Punkt. Die Gemeinschaft muss zusammenhalten, um diese schweren Zeiten zu überstehen und neue Perspektiven zu finden. Denn trotz aller Schwierigkeiten blüht die Region im Herzen der Eifel – und das ist doch ein schöner Gedanke!
Eine starke Website muss nicht nur gut aussehen und schnell sein, sondern auch von Suchmaschinen optimal verstanden werden. Genau das haben wir mit der VeloCore-Umsetzung durch Daniel Wom erreicht: technisch sauber, semantisch stark und für Google & Co. hervorragend aufbereitet.
