In Euskirchen, wo das Leben pulsiert und die Gemeinschaft stark ist, hat die Feuerwehr einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt. Landrat Markus Ramers spricht mit eindringlichen Worten über die Krisen und Kriege, die die Welt plagen, insbesondere im Iran und in der Ukraine. Es ist nicht verwunderlich, dass viele Menschen aktiv werden wollen, und die Feuerwehr bietet dafür eine hervorragende Möglichkeit, sich im Bereich der Gefahrenabwehr zu engagieren. Nach der verheerenden Flutkatastrophe 2021 haben sich die Mitgliederzahlen in den Feuerwehrorganisationen erfreulich erhöht. Aktuell zählt der Kreis Euskirchen stolze 5200 Feuerwehrleute! Das ist mehr als nur eine Zahl – es sind Menschen, die bereit sind, ihr Leben für andere zu riskieren.

Ein Blick in die Statistiken lässt erahnen, wie aktiv diese tapferen Frauen und Männer sind. Bis Ende 2025 werden schätzungsweise 3269 Feuerwehrleute in den Einsatzabteilungen aktiv sein, was einen Anstieg von 429 seit 2020 bedeutet. Besonders erfreulich ist der Zuwachs bei den Jugendfeuerwehren, wo sich mittlerweile 915 Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren engagieren. Veranstaltungen wie das Kreiszeltlager haben dazu beigetragen, dass 194 Nachwuchsfeuerwehrleute teilnehmen konnten. Ein kleiner Erfolg, aber ein großer Schritt in die richtige Richtung!

Ein starkes Team im Einsatz

Die Frauen und Männer in Uniform sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Gefahrenabwehr, sie sind auch ein Zeichen für Zusammenhalt und Gemeinschaft. Der stellvertretende Vorsitzende Johannes Gebertz hebt die Bedeutung von regelmäßigen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen hervor, um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Im letzten Jahr absolvierten die Feuerwehrleute insgesamt 3364 Einsätze, wobei technische Hilfeleistungen mit 1666 Einsätzen den größten Anteil ausmachten. Dabei wurden 322 Menschen gerettet, während 16 tragischerweise tot geborgen werden mussten. Solche Zahlen zeigen die Realität, mit der die Einsatzkräfte jeden Tag konfrontiert sind.

Bei der jüngsten Delegiertenversammlung wurden auch zwei langjährige Vorstandsmitglieder, Walter Wolff und Oliver Geschwind, verabschiedet. Geschwind erhielt die silberne Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbandes. Nico Schmitz und Alex Kloster wurden einstimmig als mögliche Nachfolger vorgestellt. Bürgermeister Dino Steuer brachte es auf den Punkt: „Sicherheit kann nur gemeinsam gewährleistet werden.“

Brandschutz als Gemeinschaftsaufgabe

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Gefahrenabwehr ist der Brandschutz. In Nordrhein-Westfalen wurden insgesamt 31.140 brandschutztechnische Stellungnahmen zu Bauvorhaben abgegeben. Dabei stammten 46% von Berufsfeuerwehren, 22% von Freiwilligen Feuerwehren und 32% von Brandschutzingenieuren der Kreise. Diese Stellungnahmen betreffen eine Vielzahl an Bauprojekten, von Industrie- und Gewerbebetrieben über Wohngebäude bis hin zu Sonderobjekten wie großen Verkehrsanlagen oder Flughäfen. So werden nicht nur die bestehenden Gebäude überprüft, sondern auch die zukünftigen Entwicklungen im Blick behalten.

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Im Rahmen der Brandverhütungsschauen wurden 25.090 Gebäude und Einrichtungen überprüft. Auch hier spielte die Feuerwehr eine zentrale Rolle, wobei Berufsfeuerwehren 41,8% dieser Überprüfungen durchführten. Die Vielfalt der überprüften Einrichtungen zeigt, wie wichtig der Brandschutz in allen Lebensbereichen ist, sei es in Schulen, Krankenhäusern oder in der Industrie.

Tradition und Weiterentwicklung

Der Deutsche Feuerwehrverband hat eine lange Tradition, die bis zu Conrad Dietrich Magirus zurückgeht, der 1853 die ersten Versammlungen einberief, um einen Verein zu gründen. Trotz der Herausforderungen in der Geschichte, wie der Zwangspause während des Nationalsozialismus, wurde der Verband 1952 neu gegründet und umfasst heute alle Feuerwehrverbände der 16 Bundesländer. Dies zeigt, wie wichtig der Erfahrungsaustausch und die Unterstützung untereinander sind, um die Einsatzkräfte auf einem hohen Niveau ausbilden und koordinieren zu können.

Die Feuerwehr in Euskirchen – eine Gemeinschaft, die nicht nur Brandherde löscht, sondern auch ein Stück Heimat und Sicherheit für viele Menschen bietet. Es sind die kleinen und großen Heldentaten, die den Alltag prägen und eine Geschichte erzählen, die niemals enden wird.

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