Heute ist der 22.05.2026 und wir werfen einen Blick auf das bemerkenswerte Leben von Sybille Morch, einer gebürtigen Dortmunderin, die sich von ihrem alten Leben in Deutschland verabschiedet hat. Sybille war einst Oberärztin in Magdeburg und hat ihren Beruf hinter sich gelassen, um auf der tropischen Insel Koh Samui ein neues Kapitel aufzuschlagen. Der äußere Schein mag paradiesisch sein, doch ihr Alltag ist geprägt von harter Arbeit und einer tiefen Liebe zu Tieren.

Die Entscheidung, Deutschland zu verlassen, war nicht einfach. Ein innerer Drang nach Unzufriedenheit trieb sie dazu, den Schritt zu wagen. Während einer Reise nach Bhutan im Jahr 2010 erlebte sie ihre erste prägende Begegnung mit Straßenhunden, die ihr Herz für immer veränderte. Nach ihrer Rückkehr half sie einer butanesischen Organisation, einem verletzten Hund zu helfen, und es wurde klar, dass ihr Lebensweg sich radikal ändern würde. Im Jahr 2011 unternahm sie ihre erste Reise nach Thailand und begann regelmäßig in einem Hundehospiz zu helfen.

Ein neues Zuhause für behinderte Hunde

Seit 2021 lebt Sybille nun auf Koh Samui, wo sie in einer Wohngemeinschaft mit 30 behinderten Hunden lebt. Ihre vierbeinigen Freunde haben unterschiedliche Persönlichkeiten, die sie jeden Tag aufs Neue herausfordern und erfreuen. Bobbles, die „große, charmante Chefin“ der Gruppe, und Sophia, die „Diva“, bringen viel Farbe in ihr Leben. Und dann gibt es da noch Samy. Er war ein schwieriger Fall mit einem kompletten neurologischen Zusammenbruch, doch Sybille hat ihn erfolgreich rehabilitiert. Der Wiedererlangungsprozess war ein harter Kampf, der sich jedoch gelohnt hat, da Samy jetzt wieder gehen kann.

Sybille bewundert die Widerstandsfähigkeit ihrer Tiere und betont, dass behinderte Hunde wichtige Lebenslektionen lehren. Sie arbeitet als medizinische Beraterin in einer Klinik für integrative Medizin und hat ihre Fähigkeiten als Freelancerin in Deutschland mit ihrer neuen Passion kombiniert. Während sie sich um die Hunde kümmert, bleibt der Fokus klar: Ihr Wohl und das ihrer pelzigen Freunde stehen an erster Stelle. Es ist ein strukturiertes Leben, das von Pflege, Übungen und Spaziergängen geprägt ist.

Ein Buch über ihre Reise

Am 22. April 2026 veröffentlicht Sybille ihr Buch mit dem Titel „Pfoten im Sand – Wie ich auf Koh Samui ein Zuhause für behinderte Hunde schuf“. Es ist mehr als nur ein Buch; es ist eine Hommage an die Tiere, die sie betreut, und die Lektionen, die sie durch sie gelernt hat. Der Preis von 20 Euro und die Publikation im Goldmann-Verlag machen es zu einer zugänglichen Lektüre für all jene, die sich für Tierschutz und persönliche Transformation interessieren.

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Obwohl sie Freunde, Familie und deutsches Essen vermisst, hat Sybille keinen Blick zurück. Ihr neues Leben auf Koh Samui erfüllt sie mit einem tiefen Gefühl der Zufriedenheit. „Ich bin nicht mehr auf der Suche“, sagt sie. „Ich konzentriere mich auf das Wohl meiner Hunde.“ Und damit hat sie ihren Platz in der Welt gefunden, einen Ort, an dem Mitgefühl und Empathie die treibenden Kräfte sind, die nicht nur ihr Leben, sondern auch das Leben ihrer vierbeinigen Freunde bereichern.