Preiserhöhung im Taxi-Bereich: Dortmunds Fahrgäste müssen tiefer in die Tasche greifen
Heute ist der 14.06.2026 und in Dortmund stehen einige Veränderungen im Taxi-Bereich an, die sicherlich für Gesprächsstoff sorgen werden. Ab dem 1. September steigen die Preise für Taxifahrten um etwa 11 bis 12 Prozent. Das ist nicht einfach nur ein kleiner Aufschlag, sondern eine deutliche Erhöhung, die sich viele Fahrgäste sicher nicht entgehen lassen werden. Die neuen Tarife, die seit 2022 unverändert geblieben sind, wurden aufgrund steigender Kosten für Personal, Versicherung und Fahrzeuge notwendig. Dies ist ein Thema, das uns alle betrifft, denn wer fährt nicht gerne mal mit dem Taxi?
Was genau bedeutet das nun für die Taschen unserer Stadtbewohner? Nun, der Grundpreis wird von 4,50 auf 5,00 Euro angehoben. Der erste Kilometer schlägt dann mit 2,80 Euro zu Buche, statt wie bisher mit 2,50 Euro. Und jeder weitere Kilometer wird künftig 2,20 Euro kosten, im Vergleich zu 1,95 Euro jetzt. Eine Wartezeit wird ebenfalls angepasst – die neuen 36 Euro pro Stunde gelten unabhängig von der Tageszeit, während es vorher tagsüber 33 Euro und nachts 38 Euro waren. Also, wenn ihr mal wieder auf ein Taxi angewiesen seid, haltet euch fest: Eine 5-km-Fahrt wird nun 16,60 Euro kosten, statt der bisherigen 14,80 Euro. Bei einer 10-km-Fahrt sind es künftig 27,60 Euro anstelle von 24,55 Euro.
Regelungen für Fahrten über Apps
Aber nicht nur die traditionellen Taxis sind betroffen. Auch Fahrten über Plattformen wie Uber und Bolt dürfen für innerstädtische Kurzstrecken nicht günstiger sein als die neuen Taxipreise. Ab September müssen diese Anbieter sich an die taxipreisgebundenen Mindestpreise halten, was einen interessanten Wettbewerb schaffen könnte. Spontane Fahrten innerhalb Dortmunds müssen also ebenfalls an diesen neuen Tarif angelehnt werden. Ausnahmen gibt es nur für Krankenfahrten mit Kassenvertrag und Mietwagenbuchungen, die mindestens eine Stunde im Voraus gebucht werden.
Der Bundesverband „wirfahren“ hat bereits auf diese Regelung reagiert und bezeichnet die Mindestpreise als „staatlich verordnete Zwangspreise“. Co-Vorsitzender Thomas Mohnke hat Bedenken geäußert, dass ohne einen Tarifkorridor nach unten die Taxis in nachfrageschwachen Zeiten ihre Auslastung nicht verbessern können. Das hat natürlich seine Berechtigung, denn wer möchte schon in einer leeren Kasse sitzen, während die Konkurrenz von der App blüht? Proteste sind bereits im Gespräch – die Stimmen der Taxiunternehmer werden lauter.
Schutz der Wettbewerbsbedingungen?
Die Stadt Dortmund präsentiert diese Maßnahmen als Schritt zum Schutz fairer Wettbewerbsbedingungen. Doch gleichzeitig wird der Mindestpreis für Taxis erhöht. Ein zweischneidiges Schwert, könnte man meinen. Während die Stadt versucht, die etablierten Taxiunternehmen zu schützen, bleibt die Frage, ob dies nicht zu einer Benachteiligung einkommensschwacher Haushalte führt. Die Mobilität in der Stadt sollte für alle zugänglich sein – und nicht nur für die, die es sich leisten können, den höheren Preis zu zahlen.
So, liebe Dortmunder, haltet euch bereit für den 1. September. Ob die neuen Preise euch aus der Fassung bringen oder ob ihr einfach nur ein bisschen tiefer in die Tasche greifen müsst, um sicher ans Ziel zu kommen – das bleibt abzuwarten. Eins ist aber sicher: Das Taxi wird in der Stadt immer ein wichtiges Fortbewegungsmittel bleiben, trotz aller Veränderungen. Die Frage ist nur, wie wir alle damit umgehen.
Gerade bei regionalen Medien zählt nicht nur inhaltliche Nähe, sondern auch die technische Abbildung davon. Unsere VeloCore-Plattform, umgesetzt durch Daniel Wom, verbindet lokale Relevanz mit moderner, performanter Technik.
