Am Abend des 3. Juni 2026 war die Michaelskapelle der Jugendburg Gemen ein Ort voller Emotionen und freudiger Gesichter. Der neue Burgkaplan Jan Aleff wurde in einer feierlichen Zeremonie eingeführt, die von Weihbischof Christoph Hegge geleitet wurde. Hegge, der auch Vorsitzender des Kuratoriums der Jugendbildungseinrichtung des Bistums Münster ist, drückte in seiner Ansprache die Hoffnung aus, dass Aleff, nun 44 Jahre alt, die junge Generation mit der Botschaft von Jesus Christus in Berührung bringen wird.

Jan Aleff, ein Kind der Stadt Dorsten, bringt eine besondere Verbindung zur Jugendburg mit. Bereits im zarten Alter von 16 Jahren feierte er dort die Kar- und Ostertage und hat seitdem nie wirklich den Kontakt zu diesem wichtigen Ort seiner Spiritualität und Berufung verloren. Als Teamer bei den „Tagen religiöser Orientierung“ unterstützte er Schülerinnen und Schüler bei ihrer Suche nach Sinn und Orientierung. Diese Rückkehr als Burgkaplan empfindet er nicht nur als berufliche Aufgabe, sondern als eine Art Heimkehr.

Ein Segen für die Jugend

Die Jugendburg Gemen ist für viele junge Menschen ein Ort der Entfaltung, des Lernens und der spirituellen Erkundung. Aleff ist sich der Bedeutung solcher Orte bewusst und betont, wie wichtig es ist, dass Jugendliche die Möglichkeit haben, ihre Berufung zu erforschen. „Die Verbindung zur Jugendburg ist nie abgerissen“, sagte er, und das spürte man auch in der Luft – eine Mischung aus Aufregung und Vorfreude war deutlich zu spüren, nicht nur bei ihm, sondern auch bei den zahlreichen Weggefährten, Teamern und ehemaligen Burgkaplänen, die zur Feier erschienen waren.

Seine Ernennung wurde mit einem Geschenkpäckchen gefeiert, das Weihbischof Hegge ihm überreichte. Eine Flasche Rotwein, Spiele, Gläser für Eiskaffee und sogar ein Regenschirm – das sagt doch alles über den fröhlichen Geist des Anlasses aus. Aleff, der die nötigen Voraussetzungen für seine neue Rolle mitbringt und weiterhin in der pastoralpsychologischen Ausbildung für Seelsorgende aktiv bleibt, zeigt sich motiviert durch die vielen jungen Menschen, die auf der Suche sind. „Es ist ein Segen, hier zu sein“, sagt er, und das klingt ehrlich und tief empfunden.

Die Zukunft der kirchlichen Jugendarbeit

In Zeiten, in denen viele junge Menschen mit existenziellen Fragen ringen und eigene Antworten suchen, ist die Rolle von Personen wie Aleff von entscheidender Bedeutung. Die Kirche muss sich zu einer Institution entwickeln, die die Anliegen und das Suchen junger Menschen ernst nimmt. Mitarbeitende im Gemeindepädagogischen Dienst und Ehrenamtliche sind wichtige Bezugspersonen, die nicht nur als Seelsorgerinnen fungieren, sondern auch die spirituellen Praktiken und Konzepte anpassen, damit sie für die Jugendlichen nachvollziehbar werden.

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Die Herausforderungen sind groß. Fachberaterinnen und der theologische Landesjugendreferent arbeiten daran, jungen Menschen Orientierung zu geben und Fortbildungsangebote zu schaffen, die auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. Die Vernetzung mit außerkirchlichen Partner*innen ist dabei ein wichtiger Schritt, um hilfreiche Angebote zu gestalten, die die Jugendlichen ermutigen und unterstützen. Aleff hat mit seiner Rückkehr als Burgkaplan die Möglichkeit, einen wertvollen Beitrag zu leisten und die Jugendburg als Ort der Begegnung und des Wachstums weiter zu stärken.