Am Donnerstag, dem 18. Juni 2026, wird der Borkener Feierabendmarkt auf dem Marktplatz zum Schauplatz einer spannenden Aktion im Rahmen der bundesweiten Initiative „Deutschland trennt.“ Zwischen 15 und 18 Uhr dreht sich dort alles um das wichtige Thema Mülltrennung. Es ist nicht nur eine Gelegenheit, sich über die richtige Entsorgung von Verpackungen zu informieren, sondern auch ein Aufruf, unser Verhalten im Umgang mit Abfällen zu überdenken.

Die Stadt Borken nimmt aktiv teil und bietet mit ihrer Abfallberatung wertvolle Informationen zur Kreislaufwirtschaft. Denn viele Abfälle landen immer noch in falschen Tonnen, was das Recycling unnötig erschwert. Hier kommt der Aktions-Truck mit dem beliebten Maskottchen Trennbär ins Spiel. Der Trennbär wird vor Ort sein, um mit einem Fragenrad und Gewinnmöglichkeiten für Aufklärung zu sorgen. Es ist ein bisschen wie ein Spiel – nur, dass es hier um die Zukunft unseres Planeten geht!

Ein Blick auf die Abfallwirtschaft

Seit 1972 hat sich die Abfallwirtschaft in Deutschland stark gewandelt. Der Paradigmenwechsel von der Beseitigungswirtschaft hin zur Kreislaufwirtschaft zielt darauf ab, natürliche Ressourcen zu schonen und eine umweltverträgliche Abfallbewirtschaftung zu fördern. Man könnte sagen, wir haben es hier mit einem echten Umdenken zu tun. Es geht nicht nur darum, Müll einfach wegzuwerfen, sondern darum, Abfälle von Anfang an getrennt zu sammeln, um sie stofflich verwerten zu können. Dies ist besonders wichtig, denn das Netto-Abfallaufkommen in Deutschland beträgt jährlich etwa 350 Millionen Tonnen – da bleibt kein Platz für Nachlässigkeiten!

Die fünfstufige Abfallhierarchie, die von der Vermeidung über die Wiederverwendung bis hin zur Beseitigung reicht, zeigt, wie wichtig es ist, schon bei der Entstehung von Abfällen an nachhaltige Lösungen zu denken. Seit 2015 gibt es gesetzliche Vorgaben zur getrennten Sammlung von Altpapier, Altglas, Kunststoffabfällen und Bioabfällen. Aber das ist noch nicht alles – auch Elektrogeräte und Altbatterien müssen getrennt erfasst werden. Und wusstet ihr, dass Bau- und Abbruchabfälle rund 60% des gesamten Abfallaufkommens ausmachen? Das sind Zahlen, die im wahrsten Sinne des Wortes ins Gewicht fallen!

Globale Herausforderung

Doch der Blick darf nicht nur auf Deutschland gerichtet sein. Weltweit steigen die Abfallmengen rasant an. Rund zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu geregelter Müllabfuhr. Das ist alarmierend! Abfälle wie Plastikmüll und Elektroschrott belasten nicht nur die Umwelt und das Klima, sondern auch unsere Gesundheit. Die UN hat dies erkannt und zählt wachsende Müllberge zu den vier größten Herausforderungen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

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Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit setzt sich daher dafür ein, ein umweltgerechtes Management aller Abfälle sicherzustellen. Das Ziel ist klar: Abfallvermeidung, Wiederverwendung von Produkten und Recycling sollen die Abfallmengen reduzieren. Dabei wird auch auf die Städte fokussiert, wo mehr als die Hälfte der Menschen lebt und Ressourcen verbraucht werden. Unterstützung für die Entwicklung von Strategien und rechtlichen Regelungen zur Kreislaufwirtschaft ist dabei unerlässlich.

Ein weiterer spannender Aspekt ist die Aus- und Fortbildung von Fachkräften, um nachhaltige Geschäftsmodelle und „grüne“ Jobs zu schaffen. Ein Beispiel ist die Gastronomie, wo immer mehr Mehrweglösungen anstelle von Einwegverpackungen gefordert werden. Das sind Schritte in die richtige Richtung, die wir alle unterstützen sollten.