Heute ist der 3. Mai 2026 und die Region Osnabrück sowie der Landkreis Wolfenbüttel stehen ganz im Zeichen der nachhaltigen Baukultur. Es gibt Neuigkeiten, die sowohl Bauherren als auch umweltbewusste Eigentümer in der Region interessieren dürften. Die neuen Bewerbungsrunden für die „Grüne Hausnummer“ haben begonnen. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Kampagne, die das Ziel verfolgt, Investitionen in Energieeffizienz sichtbar zu machen. Wer also energetische Sanierungen oder Neubauten mit dem Effizienzhaus 40-Standard durchgeführt hat, kann sich jetzt bewerben. Die Frist für das Osnabrücker Land läuft vom 4. Mai bis zum 31. Juli, während bereits seit dem 1. Mai die Bewerbungsphase im Landkreis Wolfenbüttel läuft und noch bis zum 30. September dauert. Ein guter Zeitpunkt, um aktiv zu werden!

Aber das ist nicht alles. In Hessen hat am 1. Mai ein Vergabeverfahren für Baugrundstücke in Bad Soden am Taunus begonnen. Hier gilt es, den Plus-Energie-Standard zu beachten. Diese Gebäude erzeugen mehr Energie, als sie verbrauchen. Klingt nach einer win-win-Situation für jeden, der umweltbewusst bauen möchte! Auch die KfW hat in diesem Zusammenhang die Konditionen für klimafreundlichen Neubau verbessert, sodass Zinssätze für den EH-40-Standard bei etwa 0,60 Prozent liegen. Dennoch gibt es einige Herausforderungen, denn das Programm für Effizienzhaus 55 kommt nicht so gut an, wie ursprünglich geplant. Bis Ende Januar wurden nur 4.000 Anträge für 15.800 Wohneinheiten gestellt, obwohl das Budget bei 650 Millionen Euro liegt. Hier gilt es, noch bis zum 30. Juni den Antrag zu stellen!

Gesetzliche Veränderungen und ihre Auswirkungen

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ablösung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) durch das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das am 1. Juli in Kraft treten soll. Mit dem GModG wird eine höhere Flexibilität und Technologieoffenheit angestrebt. Besonders spannend wird die Aussetzung der 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien beim Heizungstausch. Das könnte viele Bauherren dazu ermutigen, ihre Projekte voranzutreiben. Dennoch sorgt die Unklarheit über das neue Modernisierungsgesetz für eine gewisse Zurückhaltung bei den Bauherren. Man fragt sich, wie es weitergeht und welche Standards die Kommunen setzen werden, um nachhaltiges Bauen zu fördern.

Bis Ende Juni müssen außerdem die großen Städte in Deutschland, also jene mit über 100.000 Einwohnern, ihre Wärmeversorgungspläne vorlegen. Ein echter Wettlauf gegen die Zeit. Am 1. Juni wird zudem der Wohnungswirtschaftskongress „Metropolregion FrankfurtRheinMain baut!“ stattfinden, bei dem weitere Details zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vorgestellt werden sollen. Es bleibt spannend, denn die Haushaltsplanungen deuten auf eine leichte Absenkung des BEG-Budgets für das kommende Jahr hin – mit einem klaren Fokus auf Einzelmaßnahmen und sozialer Wohnraumförderung.

Insgesamt ist die Situation für Bauherren und Eigentümer sowohl herausfordernd als auch vielversprechend. Die Entwicklungen im Bereich der Energieeffizienz und des nachhaltigen Bauens sind vielschichtig, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Rahmenbedingungen in den kommenden Monaten weiterentwickeln werden. Die aktuellen Initiativen in Osnabrück und Wolfenbüttel sind jedoch ein Schritt in die richtige Richtung und bieten eine Menge Chancen für alle, die in einer grüneren Zukunft bauen möchten. Wer weiß, vielleicht wird die nächste „Grüne Hausnummer“ bald in einer Nachbarschaft prangen, die sich für umweltbewusstes Bauen stark macht.

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