Wenn der Traum vom Freizeitspaß zum Albtraum wird: Wolfenbüttel verliert das Frank Safari Freizeitland
Heute ist der 14. Juni 2026. Ein warmer Sommertag in Wolfenbüttel, der sich jedoch nicht so unbeschwert anfühlt, wie es sein sollte. Denn die Vorfreude auf das Frank Safari Freizeitland, das vom 12. Juni bis 5. Juli in der Stadt gastieren sollte, ist jäh zum Stillstand gekommen. Die Familie Frank, die hinter diesem bunten Freizeitpark mit Hüpfburgen, Rutschen und allerlei Attraktionen steckt, hat die Veranstaltung abgesagt. Ein herzzerreißender Schritt, der nach bitteren Worten und Konflikten zwischen der Stadt und den Schaustellern schreit.
In einem offenen Brief äußert die Familie Frank, dass sie aufgrund „unüberwindbarer Hürden“ nicht auftreten kann. Fehlende Flächen und Genehmigungen werden als Hauptgründe genannt. Gino Frank, der die Geschäfte leitet und auf fast 50 Jahre Erfahrung zurückblicken kann, fühlt sich in seinem Bemühen um eine geeignete Fläche für das Freizeitland regelrecht im Stich gelassen. Sein Versuch, private Flächen anzumieten, scheiterte, da er behauptet, die Stadt würde Druck auf die Eigentümer ausüben. Ein Vorwurf, den die Stadt Wolfenbüttel vehement zurückweist und sogar rechtliche Schritte ankündigt.
Ein schmaler Grat der Vorwürfe
Der Streit zwischen der Stadt und der Familie Frank zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten Wochen. Gino Frank spricht von willkürlicher Schikanierung und zeigt sich enttäuscht über das Verhalten der Stadtverwaltung. Der geplante Betrieb auf der Hundewiese am Exer, einem beliebten Platz für solche Events, fällt ins Wasser. Die Stadt erklärt, dass die Fläche nicht mehr zur Verfügung steht und betont, dass sie sich nicht in private Pachtverhältnisse einmischt. Dennoch bleibt der Eindruck, dass hier etwas nicht ganz rund läuft.
Die Stadt verweist auf einen Beschluss aus dem Jahr 2018. Dieser schränkt die Nutzung von Flächen durch die Familie Frank ein, und zwar aufgrund wiederholter Verstöße gegen Genehmigungsauflagen und anderer Probleme. Für viele klingt das nach einer endlosen Geschichte, in der Franks Träume von einem aufregenden Freizeitangebot für die Wolfenbütteler Familien immer weiter in die Ferne rücken.
Ein gescheitertes Angebot
Die Vorwürfe der Willkür und Diskriminierung werden von der Stadt ebenfalls zurückgewiesen. Bürgermeister Ivica Lukanic bedauert die Situation und bietet seine Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Fläche an. Dennoch ist der Ruf nach einer Lösung eher schüchtern, während die Stadt eine strafrechtliche Prüfung der Vorwürfe in Aussicht stellt. Ein wenig wie ein Schauspiel, das nicht zu enden scheint, während die Betroffenen, sowohl die Stadt als auch die Familie Frank, sich in einem Strudel der Missverständnisse und Konflikte verfangen.
Die Familie Frank betont, dass sie sich in Wolfenbüttel zuhause fühle und die Vorwürfe der Stadt für haltlos hält. Es bleibt die Frage, was aus dem geplanten Safari Freizeitland wird – die Antwort darauf ist heute klar: Es fällt endgültig aus. Ein Verlust für die Stadt, die sich mit diesem Vorfall auseinandersetzen muss, und für die Familien, die sich auf bunte Tage voller Spaß gefreut haben. Hier wird deutlich, wie schmal der Grat zwischen Verwaltung und Unternehmertum ist, und wie schnell aus einer freudigen Erwartung Realität werden kann, die nicht nur enttäuscht, sondern auch Fragen aufwirft. Wie viele weitere Konflikte werden in der Zukunft noch entstehen, und vor allem: Wer trägt die Verantwortung?
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