Heute ist der 18.04.2026 und wir blicken auf die Verkehrssituation im Landkreis Diepholz. Im Jahr 2025 verzeichnete der Landkreis erfreuliche Entwicklungen im Bereich der Verkehrssicherheit. Die Zahl der Unfälle sank auf 4985 – ein Rückgang um 9 Unfälle im Vergleich zu 2024, wo noch 4994 Unfälle registriert wurden. Diese positive Tendenz wird durch einen weiteren erfreulichen Aspekt unterstützt: Die Zahl der Verkehrstoten verringerte sich um einen auf nunmehr 5 Tote.
Die Polizei verfolgt weiterhin die ehrgeizige „Vision Zero“, die das Ziel hat, schwere Unfälle zu vermeiden. Dennoch gibt es auch besorgniserregende Trends, insbesondere bei der Nutzung von Pedelecs und E-Scootern. Die Unfälle mit Pedelecs stiegen von 88 in 2024 auf 104 im Jahr 2025. Bei E-Scootern ist die Zahl von 40 auf 57 Unfälle gestiegen. Diese Zunahme erfordert besondere Aufmerksamkeit der Behörden.
Präventionsmaßnahmen im Fokus
Ein Lichtblick zeigt sich jedoch in der Rückgangsquote von Fahrten unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Substanzen, die um 14,43 Prozent gesenkt werden konnte. Besonders erfreulich ist, dass die Unfälle durch Fahranfänger unter Alkoholeinfluss von 19 in 2024 auf 15 in 2025 zurückgingen. Auch die Zahl der Personen, die bei Baumunfällen ums Leben kamen, sank von 7 auf 5, allerdings stieg die Anzahl der Schwerverletzten in diesem Zusammenhang.
Die Polizei plant verstärkte Präventionsmaßnahmen, insbesondere in Schulumfeldern, um junge Verkehrsteilnehmer zu schützen. Geschwindigkeitsüberprüfungen und Ahndungen haben bereits positive Auswirkungen gezeigt, besonders bei Moped- und Motorradfahrern. Zudem zeigt die Gruppe der Pedelec-Fahrer eine besorgniserregende Statistik: Zwei der tödlichen Verletzten waren über 65 Jahre alt. Hier setzt die Polizei auf Präventionskurse wie „Fit mit dem Pedelec“ und appelliert eindringlich an das Tragen von Helmen.
Herausforderungen im Straßenverkehr
Die Polizei hat auch die E-Scooter-Fahrer im Blick, da häufiges Fehlverhalten beim Einfahren in den fließenden Verkehr festgestellt wurde. Um die Sicherheit im Straßenverkehr weiter zu erhöhen, sind verstärkte Kontrollen auf Schulwegen und im Schulumfeld geplant. Dies könnte helfen, das Bewusstsein für Verkehrssicherheit zu schärfen und Unfälle zu vermeiden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz der positiven Entwicklungen noch Herausforderungen im Bereich der Verkehrssicherheit bestehen. Die stetige Zunahme von Unfällen mit Pedelecs und E-Scootern, gepaart mit der Notwendigkeit, auch ältere Verkehrsteilnehmer zu schützen, erfordert ein gemeinsames Engagement aller Beteiligten. Die Polizei und die Gemeinde arbeiten Hand in Hand, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten und das Ziel der „Vision Zero“ weiterhin zu verfolgen.