Heute ist der 2.06.2026, und in Cuxhaven gibt es wieder einmal Neuigkeiten aus der Welt der Schifffahrt. Die „Ethel von Brixham“, ein Traditionsschiff, das kürzlich in die Schlagzeilen geraten ist, hat eine ganz besondere Geschichte, die uns alle aufhorchen lässt. Am 31. Januar 2026, kurz nach dem Verlassen des Hafens, lief das Schiff vor der Kugelbake auf Grund. Einmal ganz ehrlich, das ist nicht gerade der beste Start in den Tag für eine Besatzung, oder?
Die vierköpfige Crew und ein Hund konnten mit einem Beiboot gerettet werden, doch das Schiff selbst blieb in einer Schräglage am Leitdamm liegen. Es stellte sich heraus, dass die Besatzung nicht in der Lage war, das Schiff eigenständig freizuschleppen. In der Folge kam es zu einem Wassereinbruch durch Rumpfschäden, was die Situation noch brenzliger machte. Der Seenotrettungskreuzer „Anneliese Kramer“ übernahm die Sicherung des Einsatzes und sorgte dafür, dass die Lage nicht noch schlimmer wurde.
Der Eigner und die ausbleibenden Maßnahmen
Der Eigner, ein britischer Staatsbürger, hat eine festgesetzte Frist verstreichen lassen, ohne ein Bergungskonzept einzureichen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) prüft nun, ob ein Drittunternehmen für die Bergung beauftragt werden sollte. Die Kosten dafür werden selbstverständlich dem Eigentümer in Rechnung gestellt. Das WSA geht jedoch davon aus, dass das Schiff vorerst sicher bleibt und keine sofortigen Maßnahmen erforderlich sind. Das klingt fast wie ein kleiner Hoffnungsschimmer für die „Ethel von Brixham“.
Am 6. Februar 2026 wurde ein Tank des Havaristen entleert, wodurch etwa 200 bis 300 Liter Diesel entfernt werden konnten. Ein zweiter Tank blieb aufgrund der Schräglage des Schiffs unerreichbar. Das lässt einen beinahe den Atem anhalten, wenn man sich vorstellt, dass da noch brennbare Flüssigkeiten unterwegs sind. Die rechtlichen Grundlagen für die Maßnahmen des WSA stützen sich auf das Bürgerliche Gesetzbuch zur Geschäftsführung ohne Auftrag. Ein bisschen kompliziert, aber das muss eben sein, wenn es um die Sicherheit auf dem Wasser geht.
Die Rolle der maritimen Notfallvorsorge
In solchen Situationen kommt die leistungsstarke Flotte von Mehrzweckschiffen ins Spiel, die rund um die Uhr in der Nord- und Ostsee im Einsatz ist. Diese Schiffe sind schnell vor Ort, bereit für Notschleppen, Öl- und Chemikalienbekämpfung sowie Brandbekämpfung. Man kann sich kaum vorstellen, wie wichtig diese Schiffe sind, insbesondere bei einem Schiffsunglück wie dem der „Ethel von Brixham“. Innerhalb von zwei Stunden sind sie am Unfallort, bereit, ihre wichtige Arbeit zu leisten.
Die Spezialschiffe sind nicht nur für den Ernstfall gerüstet, sondern kümmern sich auch um die alltäglichen Aufgaben auf dem Wasser: sei es die Wartung von Seezeichen oder die Überwachung des Schiffsverkehrs. Die Möglichkeiten scheinen schier unbegrenzt! Sogar im Winter können sie zum Eisbrechen eingesetzt werden. Deutschland hat sogar drei private Notschlepper gechartert, die an strategischen Punkten in der Ostsee stationiert sind.
So werden die Herausforderungen, die sich auf dem Wasser stellen, nicht nur mit einem Schmunzeln angenommen, sondern auch mit einem gut durchdachten Plan. Die „Ethel von Brixham“ mag noch immer am Leitdamm liegen, aber die Notfallvorsorge im deutschen Wasserverkehr sorgt dafür, dass wir uns auf die nächste Herausforderung gut vorbereitet fühlen können.