Heute ist der 2.06.2026 und in Frankfurt am Main stehen die Zeichen auf Party! Der World Club Dome, ein schillerndes Spektakel, das seinesgleichen sucht, öffnet seine Pforten. Vom 5. bis 7. Juni wird das Frankfurter Waldstadion, auch bekannt als Deutsche Bank Park, wieder zum größten Club der Welt – zumindest für drei Tage. Rund 180.000 Feierwütige werden erwartet, um sich auf insgesamt 25 Bühnen der elektronischen Musik hinzugeben. Doch inmitten des Beats und der bunten Lichter gibt es eine neue, ganz besondere Initiative: die Festivalseelsorge, die in diesem Jahr erstmals beim World Club Dome zum Einsatz kommt.

Diese Initiative ist eine herausragende Idee des Bistums Limburg, die von Matthias Rux und Linda Maria Gall ins Leben gerufen wurde. Rux bringt bereits Erfahrungen als Festivalseelsorger mit, unter anderem vom Kessel Festival in Stuttgart. Ein Team aus 17 Haupt- und Ehrenamtlichen, das sich aus Pastoralreferenten, Theologen und Psychologen zusammensetzt, hat sich intensiv auf diese Aufgabe vorbereitet. Sie sind Teil des sogenannten „Awareness-Teams“ von Eintracht Frankfurt und haben sich speziell in Gesprächsführung, Erster Hilfe, sowie den Wirkungen von Drogen und Alkohol geschult. Das Team wird nicht nur für die Besucher ansprechbar sein, sondern auch aktiv auf dem Gelände unterwegs sein, um Unterstützung bei einer Vielzahl von Problemen zu bieten – von Verlustängsten über Panikattacken bis hin zu Beziehungskrisen.

Ein Vorbild für andere Festivals

Als Vorbild für diese Art der Seelsorge dient das Wacken Open Air, wo seit 15 Jahren erfolgreich ähnliche Angebote bestehen. Laut einer Studie zeigen 34% der 18- bis 35-Jährigen Interesse an kirchlichen Angeboten auf Festivals. Das macht deutlich, dass hier ein Bedürfnis besteht, das in der Vergangenheit oft übersehen wurde. Nach der Corona-Pandemie sind viele Festivalbesucher mit ihren eigenen Ängsten und Sorgen konfrontiert. Panikattacken sind keine Seltenheit. Das Seelsorge-Team ist daher nicht nur für die großen, emotionalen Themen da, sondern auch für die alltäglichen Probleme, die unter dem Einfluss von Alkohol auftreten können.

Die Zusammenarbeit mit Sicherheitskräften und Blaulicht-Organisationen ist ein weiterer wichtiger Aspekt. So kann im Ernstfall schnell und effektiv reagiert werden. Das Ziel der Seelsorger ist es, Kirche in die Lebenswelt junger Menschen zu bringen und ein Gefühl der Zugehörigkeit und Unterstützung zu vermitteln. Es wird spannend sein zu sehen, wie das Konzept nach dem Festival ausgewertet wird und ob es auf weitere Events übertragen wird. Der World Club Dome könnte hier der Auftakt für eine neue Art der seelsorglichen Begleitung auf Festivals sein.

Die Mischung aus Feiern und der Möglichkeit, in schwierigen Momenten Unterstützung zu erhalten, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Der World Club Dome hat sich bereits als ein Ort etabliert, an dem Musik und Gemeinschaft im Vordergrund stehen – und nun zeigt sich, dass auch das Wohlbefinden der Besucher ernst genommen wird. Ein tolles Beispiel dafür, wie man Tradition und moderne Bedürfnisse miteinander verbinden kann. Es bleibt abzuwarten, wie die Festivalbesucher auf dieses Angebot reagieren werden und ob es in Zukunft vielleicht noch weitere solcher Initiativen geben wird.

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