Ein unerwartetes Abenteuer, das so schnell niemand vergessen wird! Um 22:50 Uhr, nach einem Besuch in der Alten Oper, entschieden sich eine Autorin und ihre 84-jährige Mutter, den Heimweg mit der U-Bahn anzutreten. An der U-Bahn-Station Holzhausenstraße, umgeben von einer schwangeren Frau und zwei Männern – einer von ihnen hatte eine Gehbehinderung – begannen sie zu warten. Doch das Warten sollte sich als wenig erfreulich herausstellen. Der Aufzug blieb einfach stecken und das, obwohl die Notruftaste anscheinend nicht funktionierte. Und ganz ehrlich, wie ärgerlich ist es, wenn man auf etwas angewiesen ist, das nicht funktioniert?

Zu allem Überfluss gab es auch keine Notrufnummer an der Stelle. Doch es kam schnell Hilfe. Polizei, Feuerwehr und Sanitäter waren bald zur Stelle. Die Feuerwehrleute, stets freundlich und hilfsbereit, versorgten die Insassen mit Wasser und informierten sie darüber, dass ein Techniker der VGF in etwa zehn Minuten eintreffen sollte. Doch als dieser endlich eintraf, stellte sich heraus, dass er den Aufzug nicht in Gang bringen konnte. Die Zeit verging, und die Insassen waren über eine Stunde gefangen. Vergeblich versuchten die Einsatzkräfte, die Aufzugfirma zu kontaktieren.

Ein dramatisches Ende

Die Feuerwehr entschied schließlich, die Panzerglasscheibe zu zertrümmern, um die Eingeschlossenen zu befreien. Mit Masken und Brillen ausgestattet, um sich vor den scharfen Splittern zu schützen, warteten die Insassen angespannt auf ihre Rettung. Nach fast zwei Stunden war es dann endlich soweit – die Befreiung! Die Autorin und ihre Mutter waren erleichtert und bedankten sich herzlich bei den Einsatzkräften. Doch die Situation hatte ihre Spuren hinterlassen. Die Autorin äußerte Bedenken zur Zuverlässigkeit der Infrastruktur und beschloss, in Zukunft Aufzüge zu meiden. Ein bemerkenswerter Entschluss, wenn man bedenkt, dass Aufzüge oft die einzige Möglichkeit sind, höhere Etagen zu erreichen.

Die Problematik mit den Aufzügen geht weit über dieses eine Erlebnis hinaus. In Deutschland stehen viele Betreiber vor einer großen Herausforderung – die Abschaltung des 2G-Mobilfunknetzes. Die Deutsche Telekom plant, das 2G-Netz bis Ende Juni 2028 abzuschalten, während Vodafone voraussichtlich bis Ende 2030 folgen wird. Diese Entscheidung betrifft auch die Wohnungswirtschaft, insbesondere Betreiber von Aufzugsanlagen, da viele Notrufsysteme auf 2G-Technologie basieren. Schätzungen des VDMA zufolge sind etwa 400.000 Aufzüge in Deutschland davon betroffen.

Die Notwendigkeit der Digitalisierung

Die Abschaltung des 2G-Netzes zwingt Betreiber dazu, ihre Systeme auf die neuen Mobilfunkstandards 4G oder 5G umzustellen, um die Funktionsfähigkeit der Notrufe zu gewährleisten. Das ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine gesetzliche Pflicht gemäß der Technischen Regel für Betriebssicherheit (TRBS) 3121. Es wird empfohlen, frühzeitig Kontakt zu Dienstleistern oder Wartungsunternehmen aufzunehmen, um die notwendigen Anpassungen rechtzeitig zu planen.

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Die Digitalisierung im Bereich der Aufzugsanlagen könnte nicht nur den Betrieb effizienter gestalten, sondern auch die Sicherheit erhöhen. Störungsmeldungen dauern im Durchschnitt drei Stunden, und oft melden Mieter Störungen nicht direkt. Digitale Systeme ermöglichen eine schnellere Intervention, die Verfügbarkeit der Aufzüge könnte somit erheblich gesteigert werden. Remote Monitoring und digitale Aufzugssteuerungen sind der Schlüssel, um Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Doch nicht nur die Technik spielt eine Rolle. Auch die Cybersicherheit ist ein wichtiges Thema, das nicht vernachlässigt werden darf. Betreiber müssen eine Gefährdungsbeurteilung durchführen, um potenzielle Risiken zu identifizieren. Die TRBS 1115-1 fordert zudem, dass auch nicht digitalisierte Aufzüge gegen Cyberbedrohungen geschützt werden. Es ist also höchste Zeit, dass Aufzugsbetreiber ihre Systeme überdenken und die Umstellung auf digitale Lösungen zügig angehen. Denn die Fristen rücken näher, und die Zeit für Veränderungen ist jetzt!