Heute ist der 4.05.2026 und in Hessen brodelt die Stimmung rund um Eintracht Frankfurt. Die Saison neigt sich dem Ende zu, und es sieht leider nach einem bitteren Ausgang aus. Kapitän Robin Koch trat nach der knappen Niederlage gegen den Hamburger SV (1:2) vor die Presse und formulierte es direkt: „Wir müssen besser auf den Platz kommen.“ Man merkt, dass die Verzweiflung greifbar ist, und die Spieler müssen sich mehr ins Zeug legen. Ein motivierendes Schimpfwort oder ein paar aufbauende Worte wären jetzt an der Tagesordnung – doch die Realität ist ernüchternd.

Die Probleme der Eintracht sind vielfältig und schwerwiegend. Verletzungen, ein Trainerwechsel und Unruhe im Team wirken wie ein Schatten, der über der Mannschaft schwebt. Bei den Führungsspielern, so sieht es aus, gibt es auch nicht gerade das, was man als Form bezeichnen könnte. Robin Koch, Mario Götze, Rasmus Kristensen, Arthur Theate und Jonathan Burkardt haben nicht nur ihre Form verloren, sondern wirken oft auch wie Schatten ihrer selbst. Götze hat in den letzten acht Spielen gerade mal 23 Minuten auf dem Platz gestanden. Das ist schon fast schockierend.

Ein neuer Ansatz und alte Konflikte

Trainer Albert Riera hat bei seinem Amtsantritt auf ein ungewöhnliches Konzept gesetzt: sechs Kapitäne! Das hat es in der Bundesliga noch nie gegeben, und man fragt sich, ob das die Lösung für die Probleme sein kann. Koch und Theate stecken in einer Formkrise, Kristensen hat mit Verletzungen zu kämpfen, und Burkardt wirkt ebenfalls nicht wie der, der er mal war. Das gibt zu denken. Riera selbst hat Konflikte mit Burkardt gehabt und zeigt einen erratischen Umgang mit Spielern wie Can Uzun und Ritsu Doan. Wenn das nicht für Unruhe sorgt, was dann?

Die ganze Saison über gibt es Probleme mit der Intensität und Leidenschaft, und das unabhängig vom Trainer. Uzun betonte nach dem HSV-Spiel, dass das Team mehr geben müsse und die Stimmung alles andere als gut sei. Aber er und seine Mitspieler versuchen, sich zusammenzureißen und als Team zusammenzuhalten. Die Chemie im Team – wirklich wichtig – sollte vorrangig von den Führungsspielern gepflegt werden. Es ist fast wie ein Balanceakt auf einem schmalen Grat.

Der Blick nach vorn

Eintracht Frankfurt steht also vor einer entscheidenden Phase. Die Frage ist, ob die Spieler, die als Rückgrat der Mannschaft gelten, die Kurve kriegen können. In der Bundesliga gibt es keine Zeit für Ausreden, und die Fans sind ungeduldig. Der Druck, der auf den Schultern der Spieler lastet, ist enorm. Die Hoffnung stirbt zuletzt, und vielleicht findet das Team doch noch den Weg zurück zu alter Stärke. Die nächsten Spiele werden entscheidend sein. Auch für die Fans, die weiterhin hinter ihrer Mannschaft stehen – trotz aller Rückschläge.

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