Heute ist der 13.05.2026, und in Kempten (Allgäu) weht ein frischer Wind durch die digitale Landschaft. Die europäischen Digitalgesetze, die ab 2026 in Kraft treten, bringen für Unternehmen weitreichende Änderungen mit sich. Die Einführung des AI Act, Data Act und Cyber Resilience Act (CRA) wird, so viel steht fest, nahezu jedes Unternehmen betreffen, das digitale Werkzeuge nutzt oder Innovationen vorantreibt. Ja, man könnte sagen, das ist wie ein großer Umbruch, der alle betroffenen Firmen vor wahre Herausforderungen stellt.

Besonders spannend ist die Tatsache, dass Künstliche Intelligenz (KI) nun strengen Prüfpflichten unterliegt. Unternehmen sind gefordert, ihre Produktdaten zu teilen, während die IT-Sicherheit über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg zur Daueraufgabe wird. Das klingt nach einer Menge Papierkram, und tatsächlich berichten viele kleine und mittlere Unternehmen von unklaren Vorgaben und hohen Implementierungskosten. Über 60% der Firmen sehen in dieser Regulierung ein echtes Investitionshemmnis, was die Lage für den Mittelstand nicht gerade einfacher macht.

Innovationsdruck und Bürokratie

Die Herausforderungen, vor denen die Unternehmen stehen, sind nicht zu unterschätzen. Das Ifo-Institut mahnt zur Vorsicht bei der Gründung neuer Unternehmen; Startups müssen mit überflüssiger Regulierung kämpfen, die sie in ihrer Innovationskraft bremst. Und das ZEW betont ebenfalls, wie wichtig der regulatorische Rahmen für die Innovationsbedingungen ist. Hier könnten wir fast von einem Paradigmenwechsel in forschungsintensiven Branchen sprechen. Innovation entsteht nicht mehr nur im kreativen Kopf, sondern muss sich auch mit Regulierung und Dokumentation auseinandersetzen. Ein komplexerer Entwicklungszyklus und frühere Compliance-Prüfungen sind die Folge.

Die neuen Gesetze bringen auch hohe administrative Aufwände mit sich, vor allem für mittelständische Unternehmen. Da sind hohe Energiekosten, Fachkräftemangel und geopolitische Unsicherheiten, die die Unternehmen zusätzlich belasten. Einige überlegen sogar, Produktionsverlagerungen in Betracht zu ziehen! Die EU-Kommission hat das Risiko übermäßiger Regulierung erkannt und kündigt an, bestehende Digitalgesetze zu vereinfachen und besser abzustimmen. Doch die zentrale Pflichten des EU AI Act wurden um ein Jahr verschoben. Ab Dezember 2027 müssen Unternehmen sich intensiver mit KI auseinandersetzen und Hochrisiko-KI unterliegt strengen Anforderungen.

Der Data Act und seine Implikationen

Der Data Act, der die Rechte an Nutzungs- und Gerätedaten stärkt, fordert Transparenz, Datenportabilität und Interoperabilität. Für Unternehmen mit ERP-Systemen bedeutet das, dass sie sich auf Veränderungen in Datenmanagement, Prozessen und IT-Governance einstellen müssen. Die neuen Regelungen machen es nötig, dass ERP-Lösungen sicherstellen, dass relevante Daten exportierbar sind und für andere Dienste nutzbar, einschließlich IoT-Daten. Das ist ein echter Aufruf zur Modernisierung!

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Cloud-ERP-Plattformen müssen neue technische und vertragliche Anforderungen erfüllen. Wie wäre es mit geregelten Schnittstellen und fairen Nutzungsbedingungen? Das Digital-Omnibus-Reformpaket zielt auf die Harmonisierung bestehender Digitalgesetze ab und schafft erleichterte Bedingungen für Datenvermittlungsdienste. Außerdem wird ein Verbot von Datenlokalisierungsvorgaben für nicht-personenbezogene Daten eingeführt. Unternehmen müssen ihre Governance, Dokumentation und Datenzugriffsmodelle strukturierter gestalten. Die AI-Verordnung verlangt eine Risikoklassifizierung, Transparenz und Dokumentation bei KI-Funktionen in ERP-Prozessen.

Der Weg zur Compliance

Die neue Regulierung erfordert kurzfristige Anpassungen sowie langfristige Strategien in bestehenden ERP-Systemen. Kurzfristige Maßnahmen beinhalten die technische Abbildung der Data-Act-Pflichten und klare Verantwortlichkeiten. Wer die Zeichen der Zeit ignoriert, könnte am Ende mit höheren Kosten und Effizienzverlusten dastehen. Die Handlungsempfehlungen sind klar: Die Datenstrategie und Architektur modernisieren, KI-Governance im ERP verankern und Security-by-Design etablieren. Es ist eine Herausforderung, aber auch eine riesige Chance!

Die Frage, die im Raum steht, ist, ob Europa ein globaler Taktgeber für digitale Standards wird oder sich selbst durch neue Vorschriften ausbremst. Die Zeit wird zeigen, wie Unternehmen auf diese Herausforderungen reagieren und ob sie die digitale Transformation erfolgreich meistern können. Die Zukunft ist ungewiss, aber eines ist sicher: Die digitale Reise hat erst begonnen.