Heute ist der 9.05.2026, und das Allgäu ist einmal mehr im Bann der ständig steigenden Spritpreise. Die Autofahrer hier wissen, wie es sich anfühlt, beim Tanken ins Portemonnaie zu greifen und sich zu fragen: Wo soll das noch hinführen? Die Situation ist alles andere als rosig, und besonders die letzten Entwicklungen im Nahen Osten haben die Preise spürbar beeinflusst. Es ist wie ein schleichendes Gift, das uns alle betrifft. Der Iran hat die Straße von Hormus blockiert, was die Preise für Diesel und Benzin in die Höhe treibt. Und das, obwohl man vielleicht gehofft hatte, es könnte bald wieder besser werden.
Am 4. März 2026 war es so weit: Der Dieselpreis überstieg erstmals seit September 2022 die 2-Euro-Marke pro Liter. An einer Tankstelle in Kempten wurde um 8 Uhr sogar ein Preis von 2,08 Euro pro Liter Diesel fällig – fast schon schockierend, oder? Dabei sind die morgendlichen Preise in der Regel etwa 10 Cent höher als zu anderen Tageszeiten. Das macht das Tanken zwischen 7 und 8 Uhr zu einer teuren Angelegenheit. Die ADAC-Experten raten, die Preise im Tagesverlauf zu beobachten. Am besten tankt man abends um 18 Uhr, 20 Uhr oder 22 Uhr, wenn die Preise oft etwas niedriger sind. Aber auch das kann zur Geduldsprobe werden – eine schnelle Entspannung des Marktes ist nicht in Sicht.
Die Auswirkungen auf den Alltag
Taxifahrer, Landwirte und Pfleger im ambulanten Dienst spüren die steigenden Tankkosten besonders. Bei gleichbleibenden Einnahmen wird es für viele zur Herausforderung, über die Runden zu kommen. Die schwarz-rote Koalition hat bereits vor überzogenen Erwartungen an schnelle Preissenkungen gewarnt. Sebastian Hille, stellvertretender Regierungssprecher, hat klargemacht, dass die Wiedereröffnung der Straße von Hormus Zeit benötigt. Die Schifffahrt wird nicht sofort zum Vorkriegsniveau zurückkehren, und das bedeutet für uns alle: Geduld ist gefragt.
Nach der Einigung auf eine Feuerpause im Iran-Krieg sind die Diesel- und Benzinpreise erneut um gut fünf und knapp sechs Cent gestiegen. Man könnte fast meinen, es ist ein Teufelskreis. Die Märkte haben zwar auf die Waffenruhe mit steigenden Börsenkursen und fallenden Ölpreisen reagiert, aber an den Tankstellen spiegelt sich das noch nicht wider. Eine merkliche Entspannung am Persischen Golf könnte zu sinkenden Preisen führen, aber das wird Zeit brauchen – und die haben wir alle nicht wirklich.
Was ist mit dem Tanken in Österreich?
Für Autofahrer aus grenznahen Regionen stellt sich die Frage: Lohnt sich die Fahrt nach Österreich zum Tanken? Ehrlich gesagt, das könnte sich durchaus rechnen! Es ist bekannt, dass man dort manchmal günstigere Preise finden kann. Wenn man schon einmal die Reise macht, kann man nicht nur den Tank voll machen, sondern auch gleich einen Ausflug ins Nachbarland planen. Und hey, ein bisschen frische Luft und ein Kaffee am Weg sind doch auch nicht zu verachten, oder?
Insgesamt bleibt die Situation angespannt. Fatih Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur, äußert die Hoffnung auf eine Öffnung der Straße von Hormus bis Ende April, aber die Realität ist oft unberechenbar. Die Energieinfrastrukturen in der Region sind beschädigt, und Reparaturen benötigen Zeit – bis zu drei bis fünf Jahre, wie einige Berichte besagen. Währenddessen werden die Tankstellenpreise weiter von den an den Börsen gehandelten Preisen abhängen, und wir alle müssen uns mit den aktuellen Umständen arrangieren.