Am vergangenen Sonntag erlebte die Stadt Lindenberg im Allgäu ein ganz besonderes Ereignis – den mittlerweile 25. Lindenberger Huttag. Es wurde gefeiert, was das Zeug hielt, und das Highlight des Tages? Die Wahl der neuen deutschen Hutkönigin! Inmitten von bunten Hüten, Jonglage und artistischen Darbietungen war die Stimmung einfach grandios. Die Sonne schien, die Luft war erfüllt von festlicher Aufregung und dem Duft frischer Brezeln – ein perfekter Tag für ein solches Fest.
Nicole Schmitz-Bernt verabschiedete sich nach zwei Jahren von ihrem Amt als Hutkönigin. Ihre Abwesenheit wird sicherlich spürbar sein, doch die Suche nach einer Nachfolgerin stand auf dem Programm. Und die Kandidatinnen – wow! Maria Angela Schipani-Kirchmann, Jenny Schuhmacher, Regina Adelmut und Eva-Caroline Dornach traten gegeneinander an, um die Ehre und die Krone der Hutkönigin zu erringen. Die Entscheidung fiel um 17.45 Uhr, als Bürgermeister Peter Stahl die frohe Botschaft verkündete: Maria Angela Schipani-Kirchmann wurde zur neuen Hutkönigin gewählt! Ein beeindruckender Moment für die frisch gekrönte Dame, die nun die zwölfte deutsche Hutkönigin ist.
Eine Tradition, die begeistert
Der Huttag hat in Lindenberg eine lange Tradition, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht, als der Verkauf von Hüten in der Region bereits florierte. Die erste Hutfabrik wurde 1830 gegründet, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Lindenberg das Zentrum der deutschen Herrenstrohhut-Industrie. Die Wahl der Hutkönigin erfolgt alle zwei Jahre, was die Bedeutung dieses Events unterstreicht. Die Hutkönigin hat nicht nur repräsentative Pflichten, sondern nimmt auch an städtischen Veranstaltungen und Messen teil, um die lange Hutgeschichte der Stadt zu verkörpern.
Die Jury, die die Entscheidung über die neue Hutkönigin fällte, setzte sich aus Persönlichkeiten zusammen, die in der Hutbranche einen Namen haben: Bürgermeister Peter Stahl, Autor Volker Klüpfel, Hutbereichsleiter Jakob Orlowski von Mayser, Illustratorin Rotraut Susanne Berner und Angelika Schreiber, die Leiterin des Hutmuseums. Eine Auswahl, die nicht nur Kompetenz, sondern auch Leidenschaft für die Hutkultur verspricht.
Ein Fest für die Sinne
Der Hutmarkt, der Teil des Festes war, bot eine bunte Palette an Hüten – von klassisch bis extravagant, für jeden Geschmack war etwas dabei. Man hörte Kinderlachen, das Rascheln von Stoff und das Klappern von Holz – eine Melodie des Lebens, die an solchen Tagen besonders schön klingt. Der Duft von frisch gebackenem Brot und die Klänge von Musikern, die die Atmosphäre untermalten, trugen zur Festlichkeit bei. Wer hätte gedacht, dass ein Huttag so viele Facetten bieten kann?
Für alle, die die Wahl und das Fest verpasst haben, wird es sicherlich eine Berichterstattung mit Bildern geben, die die magischen Momente festhalten. Und hey, für die nächsten zwei Jahre wird Maria Angela Schipani-Kirchmann nun die Geschicke der Hutkönigin lenken und die Tradition weiterführen. Wer weiß, vielleicht bringt sie ja frischen Wind in die altehrwürdige Hutgeschichte von Lindenberg. Und das Hutmuseum? Das zeigt originale Arbeitsgeräte und Maschinen, die die Entwicklung der Hutkunst eindrucksvoll dokumentieren.