Heute ist der 17.07.2026 und wir sind hier in Ravensburg, um ein wenig über den Moorfrosch zu plaudern – ja, genau, diesen faszinierenden kleinen Kerl, der in den letzten Jahren ganz schön auf sich aufmerksam gemacht hat. Bei einem Treffen in Albers am Wurzacher Ried hat Moritz Ott, Wildtierökologe und leidenschaftlicher Beschützer dieser Art, von den Herausforderungen erzählt, die der Moorfrosch gerade durchlebt. Vor neun Jahren hat er sich auf die Mission gemacht, den Moorfrosch vor dem Aussterben zu bewahren. Damals war die Situation ernst: In ganz Süddeutschland gab es nur drei Gebiete mit mickrigen Beständen.

Ein echter Held! Moritz hat im Wurzacher Moor sogar den letzten Laichballen gerettet und junge Frösche in seiner Station gezüchtet. Inzwischen wurden 333 Moorfrösche erfolgreich in ihr Habitat zurückgebracht. Das klingt toll, oder? Doch die Freude wird getrübt durch die Unsicherheiten, die der Klimawandel und hungrige Fressfeinde mit sich bringen. Die Überlebensrate der Frösche bleibt daher ein großes Fragezeichen. Positives gibt es jedoch auch zu berichten: Die Zahl der Laichballen hat in den letzten Jahren zugenommen, was Hoffnung gibt!

Der Lebensraum des Moorfrosches

Um den Moorfrosch langfristig zu erhalten, ist eine Verbesserung der Lebensbedingungen im Moor unerlässlich. Schließlich muss er gegen extreme Wetterbedingungen gewappnet sein, die in unserer Zeit immer häufiger auftreten. Das Projekt, das von Landkreis, privaten Spendern und der Kreissparkasse unterstützt wird, hat große Pläne. Ein Konsortium aus mehreren Akteuren in Deutschland strebt sogar einen EU-Zuschuss von 60 Prozent an, um die langfristigen Lösungen zu sichern. Ziel ist es, die Moorfrösche in verschiedenen Gebieten, wie dem Taufach-Fetzach-Moos und der Blitzenreuter Seenplatte, zu erhalten und weitere Biotope, wie in Leutkirch, zu besetzen.

Die Lebensräume des Moorfrosches sind nicht ohne ihre eigenen Herausforderungen. Diese kleinen Amphibien lieben es, in Gebieten mit hohem Grundwasserstand und periodischen Überschwemmungen zu leben. Typische Lebensräume sind sumpfige Feucht- und Nasswiesen, Erlen- und Birkenbrüche sowie Auwälder und Niedermoore. Aber wenn man so darüber nachdenkt, ist es schon verrückt: In Deutschland gibt es regionale Unterschiede hinsichtlich der Lebensraumansprüche dieser Art. Im Nordosten des Landes findet man Moorfrösche auch in grundwasserfernen Lebensräumen. Komisch, oder?

Die Laichzeit und ihre Herausforderungen

Übrigens, die Laichzeit des Moorfrosches beginnt Ende Februar oder Anfang März. Wenn die Temperaturen über 10°C steigen, machen sich die Frösche auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Diese Gewässer sollten übrigens fischfrei sein und sind am besten mit üppiger Vegetation bewachsen – Tümpel, Teiche und flache Seeufer sind da ganz nach ihrem Geschmack. Die Eier werden in ein bis zwei Ballen pro Weibchen an der Wasseroberfläche abgelegt. Aber Vorsicht! Die kleinen Eier sind empfindlich: Wenn der pH-Wert im Wasser unter 4,5 sinkt, ist es aus mit der Fortpflanzung.

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Ein weiteres Problem ist die Gefahr während der Mahd im Grünland, das als Sommerlebensraum genutzt wird. Und auch die Überquerung von Ackerflächen kann problematisch sein, insbesondere wenn sie im Herbst bestellt werden. Die Larven schlüpfen nach fünf Tagen bis drei Wochen und entwickeln sich in sechs bis sechzehn Wochen zu Jungtieren. Diese kleinen Frösche verweilen oft mehrere Wochen am Laichgewässer, bevor sie abwandern. Immerhin können sie bis zu 12 Jahre alt werden – wenn alles gut geht!

Insgesamt zeigt die Geschichte des Moorfrosches, wie wichtig es ist, sich für den Erhalt dieser Art einzusetzen. Moritz Ott und sein Team sind da auf einem guten Weg, aber der Weg ist noch lang und voller Herausforderungen. Mit Unterstützung von verschiedenen Akteuren und einer engagierten Gemeinschaft könnte der Moorfrosch einer der wenigen Glücklichen sein, die mit uns in eine grünere Zukunft hopsen.

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