Am 23. April 2026 öffnete die Galerie der Kreisvolkshochschule in Freudenstadt ihre Türen für eine berührende Ausstellung von Zahiya Mehyo, die unter dem Titel „Syrien – zwischen Licht und Schatten“ steht. Die Eröffnungsfeier zog etwa 60 Gäste an, die sich in die emotionalen Landschaften und Symbole einer verlorenen Heimat eintauchten. Mehyo selbst beschreibt ihre Werke als „Sprache der Seele“, was die tiefen persönlichen Erlebnisse und Gefühle widerspiegelt, die in ihren Kunstwerken zum Ausdruck kommen.

Diese Ausstellung thematisiert nicht nur die Schönheit und die Trauer Syriens, sondern auch die Schicksale wartender Familien und die Opfer des Regimes. Volkshochschuldirektor Sascha Falk begrüßte die Besucher mit herzlichen Worten und schuf damit eine einladende Atmosphäre für den Austausch und die Auseinandersetzung mit den präsentierten Themen. Martin Dietz, Vorsitzender des Freundeskreises Asyl, erläuterte die Entstehungsgeschichte der Ausstellung und vermittelte den Gästen einen Einblick in die Motivation hinter den Kunstwerken.

Ein tiefer Blick in die Biografie der Künstlerin

Zahiya Mehyo sprach während der Vernissage über ihre Biografie und die Bedeutung des Malens für ihr Leben. Ihre Kunst ist nicht nur ein Ausdruck ihres Schmerzes und ihrer Erinnerungen, sondern auch ein Versuch, die Erlebnisse der Geflüchteten zu verarbeiten. Begleittexte und kuratierte Musik vertiefen das Erlebnis und lassen die Besucher in die vielschichtigen Emotionen eintauchen, die ihre Werke hervorrufen.

Um die syrische Kultur erlebbar zu machen, wurden während der Vernissage auch syrische Spezialitäten angeboten, die den Gästen einen zusätzlichen Sinneseindruck vermittelten. Diese Veranstaltung ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Freundeskreis Asyl, dem Amt für Migration, der Volkshochschule und der Volksbank Nordschwarzwald. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, geflüchtete Menschen als gestaltende Akteure der Gesellschaft zu präsentieren und ihre Stimmen zu stärken.

Kunst als Medium des Wandels

Die Ausstellung ist bis Freitag, den 29. Mai, geöffnet und bietet nicht nur einen ästhetischen Genuss, sondern auch Raum für Reflexion über die aktuelle Situation in Syrien. Seit über sechs Jahren herrscht in Syrien Bürgerkrieg, der viele Menschen zur Flucht gezwungen hat. Die Erlebnisse und Begegnungen der Geflüchteten prägen ihre Kunst, die als Medium genutzt wird, um Kriegserfahrungen zu verarbeiten und auf die politische Lage aufmerksam zu machen.

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Jabbar Abdullah initiierte im Mai 2016 das Ausstellungsprojekt „Syrien, Kunst und Flucht“, das darauf abzielt, die Kunst und Erfahrungen syrischer Künstler_innen in Europa zu präsentieren. Diese Künstler_innen nutzen die Freiheit der Kunst, um sowohl die Schönheit Syriens als auch die Brutalität des Krieges darzustellen. Sie drücken sich in Malerei, Fotografie, Video und Skulptur aus und fördern damit den interkulturellen Dialog und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in ihrer neuen Heimat.

Insgesamt zeigt die Ausstellung von Zahiya Mehyo in Freudenstadt auf eindringliche Weise, wie Kunst als Ausdruck von Schmerz und Hoffnung fungieren kann – ein eindrucksvolles Beispiel für die Kraft der Kreativität inmitten menschlicher Tragödien.