Heute ist der 11. Mai 2026, und in Baden-Baden brodelt es bereits vor Aufregung. Am Dienstag, dem 12. Mai, wird der Dokumentarfilm „Wahlkampf“ von Regisseur Harald Friedl im Cinema Paradiso gezeigt. Ein Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte! Um 19:30 Uhr öffnet sich der Vorhang, und Harald Friedl wird persönlich vor Ort sein, um sich den neugierigen Fragen des Publikums zu stellen. Das ist doch mal eine Gelegenheit, die nicht alle Tage kommt!
Der Film ist nicht nur irgendein Dokumentarfilm – er gewährt einen tiefen Einblick in die zwei Jahre des Wahlkampfs der SPÖ zur Nationalratswahl 2024. Im Zentrum steht Andreas Babler, der Parteichef der SPÖ, der während seiner politischen Reise von der Kamera begleitet wird. Was uns erwartet? Szenen, die zeigen, wie sich die politischen Wellen schlagen und wie es hinter den Kulissen der SPÖ aussieht – spannend und aufschlussreich. Die Uraufführung fand bereits beim Grazer Austro-Kinofestival Diagonale statt, und das Echo war durchweg positiv.
Ein Blick hinter die Kulissen
Die Art und Weise, wie Harald Friedl den Film gestaltet hat, ist bemerkenswert. Im Stil des Direct Cinema gefilmt, verzichtet er auf einordnende Kommentare oder Interviews. Es sind die Bilder und die Atmosphäre, die die Geschichte erzählen. Und das hat seine eigene Magie. Begonnen hat Friedl mit den Dreharbeiten im April 2023, ursprünglich als Porträt des Traiskirchner Bürgermeisters. Aber die Dinge entwickelten sich schnell weiter – und das Ergebnis ist ein Film, der nicht nur politisch, sondern auch menschlich ist.
Die Finanzierung des Projekts ist interessant: Rund 240.000 Euro wurden durch Fördergelder des Österreichischen Filminstituts, des Filmfonds Wien und des Landes Niederösterreich zur Verfügung gestellt. Friedl betont, dass Andreas Babler keinen Einfluss auf die Gestaltung des Films hatte, was besonders spannend ist, wenn man bedenkt, dass FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss den Film als „politischen Skandal“ bezeichnete. Das ist schon ein starkes Stück – woher kommt diese Aufregung?
Ein Film, der polarisiert
Im Film werden auch angespannte Momente in der SPÖ-Spitze sichtbar, insbesondere während der Brucknerhaus-Affäre, die für viel Gesprächsstoff sorgte. Patricia Huber, die damalige Kommunikationschefin der SPÖ, hatte sogar den Wunsch geäußert, einige Szenen herauszunehmen. Das zeigt, wie heikel die Materie ist und wie intensiv die Debatte um die politische Darstellung geführt wird.
Und das ist nicht alles – „Wahlkampf“ wird nicht nur in Baden präsentiert, sondern hat auch einen österreichweiten Kinostart am 24. April gefeiert. Am 8. Mai konnte man ihn beim Münchner DOK.fest bestaunen. Friedl hat sich außerdem vorgenommen, auch andere Politiker zu dokumentieren – jedoch nicht Herbert Kickl. Das lässt Raum für Spekulationen und zeigt, dass der Regisseur seine eigenen Prioritäten setzt.
Ein Besuch der Vorführung in Baden könnte also nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich sein. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich dieses Event nicht entgehen lassen – am Dienstag im Cinema Paradiso, ein Stück österreichische Politik hautnah erleben!