Heute, am 8. Mai 2026, fand in Baden ein ganz besonderes Ereignis statt: das Bezirksjugendsingen. Man kann sagen, es war ein Fest der Stimmen und der Freude, das die Stadt mit einem bunten Klangteppich erfüllte. Rund 400 Kinder, die mit strahlenden Augen und voller Begeisterung antraten, um ihre musikalischen Talente zu zeigen. Organisiert wurde das Ganze von Musikschuldirektor Alexander Cachée, der sichtlich stolz auf das große Event war. Und mal ganz ehrlich, wer kann schon der Europahymne widerstehen? Das gemeinsame Singen dieser Melodie erzeugte eine Atmosphäre, die nicht nur die Kinder, sondern auch die anwesenden Erwachsenen berührte.
Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme der Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli und des Bezirkshauptmanns Martin Hallbauer. Letzterer sprach offen darüber, dass er selbst unmusikalisch sei, aber die immense Bedeutung der musikalischen Ausbildung für seine Kinder betonte. Man könnte sagen, es ist nicht immer nötig, selbst ein Meister der Töne zu sein, um die Wichtigkeit von Musik zu erkennen.
Musikschulen als kulturelle Schatzkammern
Die Veranstaltung fand in der Stadt statt, die als Wiege der „Ode an die Freude“ von Beethoven gilt. Ein passender Ort, um die Liebe zur Musik zu feiern! An diesem Tag traten nicht nur Chöre auf, sondern auch Orchester der Musikschule und die Flötenklasse. Es war wie ein großes Familientreffen für Musikliebhaber, wo der Klang der Instrumente und die Stimmen der Kinder harmonisch miteinander verschmolzen. Man konnte sehen, wie die Kinder in ihre Rollen aufgingen, die Aufregung in ihren Gesichtern, die kleinen Fehler, die sie mit einem Lächeln übergingen.
Und während die Stimmen durch die Luft schwebten, lässt sich auch nicht leugnen, dass die musikalische Bildung in Deutschland gerade vor einer großen Herausforderung steht. Der Entwurf für das Jahressteuergesetz 2024, der im Juni vom Bundeskabinett beschlossen wurde, sieht vor, dass das Bescheinigungsverfahren zur Umsatzsteuerbefreiung für Musikunterricht wegfällt. Ab 2025 wird die Entscheidung, ob Musikunterricht als hochschul-/berufsvorbereitende „Bildungsleistung“ oder als „Freizeitbeschäftigung“ gilt, den Finanzämtern überlassen. Das könnte zu einer Bürokratisierung führen und die Angebote für viele Familien verteuern.
Die Stimme der Musikpädagogen
Eine klare Antwort auf diese Herausforderung kam von dem Deutschen Musikrat und 33 weiteren Verbänden, die ein Positionspapier veröffentlicht haben, um die Bedeutung von erschwinglicher musikalischer und kultureller Bildung zu unterstreichen. Es ist wichtig, dass jeder Zugang zu Musik und deren Ausbildung hat, denn Musik ist nicht nur ein Hobby, sondern eine Form der Ausdrucksweise, die über Generationen hinweg verbindet. Die Petition „Qualifizierter Musikunterricht muss umsatzsteuerfrei bleiben!“ wurde von 105.010 Personen unterzeichnet, was zeigt, wie groß das Interesse und die Sorge in der Bevölkerung ist.
Am 09. Oktober 2024 wurde diese Petition im Deutschen Bundestag übergeben – an Tim Klüssendorf (SPD) und Markus Herbrand (FDP), beide Mitglieder im Finanzausschuss. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Gemeinschaft zusammenarbeitet, um die Zukunft der musikalischen Ausbildung zu sichern. Bei der Übergabe der Petition war die Drumtrainer Marchkapelle einer Berliner Schlagzeugschule anwesend, die die Veranstaltung musikalisch begleitete.