Blühende Rivalität: Ein Fest der Rosen in Baden-Baden und Madrid
Heute ist der 16.06.2026, und in Baden-Baden wird die Vorfreude auf die „Goldene Rose“ greifbar. Der Rosenneuheitengarten auf dem Beutig erstrahlt in voller Pracht und lockt die Besucher mit seinen betörenden Düften und einer schillernden Vielfalt an Rosen. Rund 150 Rosensorten in Farben, die von sanftem Rosa über strahlendes Gelb bis hin zu mehrfarbigen Blüten reichen, warten darauf, bewundert zu werden. Es ist, als würde man in eine andere Welt eintauchen, in der die Sorgen des Alltags für einen Moment verblassen.
Das Wetter war in den letzten Tagen ein wenig wechselhaft, aber das hat den Rosen offensichtlich gut getan. Markus Brunsing vom Baden-Badener Gartenamt erklärt, dass die frischen Regenfälle und die kühlen Nächte dazu beigetragen haben, dass die Blüten frisch bleiben. Die Konkurrenz ist hart: 39 Züchter aus 15 Ländern kämpfen um die begehrte Auszeichnung. Ein internationales Flair durchzieht den Garten, während die Jury in sechs verschiedenen Klassen die besten Sorten bewertet. Hierbei geht es um Teehybriden, Floribundarosen, Miniaturrosen, Bodendeckerrosen, Kleinstrauchrosen und Kletterrosen – eine wahre Rosenvielfalt!
Ein Wettstreit der Sinne
Unter den Juroren befindet sich auch Sushil Prakash, der Weltrosenpräsident aus Indien. Die Kriterien für die Siegerrose sind klar: Krankheitsresistenz und ein hervorragender Duft müssen stimmen. Der Rosenneuheitengarten bleibt während der Wertungsgänge geschlossen, aber keine Sorge – danach wird er wieder für das Publikum geöffnet. Der Eintritt kostet lediglich zwei Euro, was für einen Ausflug in diese blühende Oase wirklich ein Schnäppchen ist.
Aber nicht nur in Baden-Baden wird Rosenliebe zelebriert. Ganz im Gegensatz dazu bereitet sich der Ramón-Ortiz-Rosengarten im Westpark von Madrid auf den Internationalen Rosenwettbewerb Villa de Madrid vor. Der Wettbewerb findet zwar erst im Mai statt, doch er zieht bereits jetzt internationale Züchter und Besucher an. Hier werden 82 Rosensorten aus 12 Ländern präsentiert – man könnte fast denken, die ganze Welt der Rosen versammelt sich in einem Garten. Die Rosen werden zwei bis drei Jahre vor dem Wettbewerb gepflanzt, um sich an die klimatischen Bedingungen Madrids anzupassen. Ein spannender Prozess, der die Geduld der Züchter auf die Probe stellt!
Kulturelle Bereicherung und botanisches Erbe
Was den Wettbewerb in Madrid besonders macht, sind die zahlreichen kulturellen Aktivitäten, Workshops und sogar ein Freiluftkonzert, die Teil des Programms sind. Der Garten, der 1955 eingeweiht wurde und über 20.000 Rosensträucher aus rund 700 Sorten beherbergt, dient nicht nur als Schauplatz für den Wettbewerb, sondern auch als botanisches Beobachtungszentrum. Es ist ein Ort, an dem die Gartenkultur und das botanische Erbe Madrids gepflegt werden.
Am Ende des Wettbewerbs in Madrid, wo die Gewinner am 22. Mai bekannt gegeben werden, bleibt der Garten während der Blütezeit für Besucher geöffnet. So wird die Freude an der Rose nicht nur den Züchtern und Juroren zuteil, sondern auch den zahlreichen Besuchern, die sich von den Farben und Düften verzaubern lassen können. Ein Fest für die Sinne – ganz gleich, ob in Baden-Baden oder Madrid!
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