Die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die vom 11. Juni bis zum 19. Juli stattfindet, ist in Deutschland spürbar. Austragungsorte sind die USA, Mexiko und Kanada, und das sorgt für eine interessante Herausforderung: Aufgrund der Zeitverschiebung werden viele Spiele in den späten Abendstunden oder sogar in der Nacht übertragen. Dies könnte dazu führen, dass die Fans vor dem Bildschirm zu später Stunde zusammenkommen, um ihre Mannschaften anzufeuern.
Doch nicht alle Städte im Ruhrgebiet planen öffentliche Public Viewings. In Mülheim hat die Stadt entschieden, keine Events auf der Schleuseninsel oder in der Innenstadt zu veranstalten, was auf Beschwerden von Anwohnern zurückzuführen ist. Auch Bottrop hat das Public Viewing auf dem Berliner Platz abgesagt und plant selbst keine Veranstaltungen. Hier gab es bislang keine Anfragen von Veranstaltern. In Essen wurde ebenfalls bestätigt, dass kein zentral organisiertes Public Viewing stattfinden wird. Es bleibt abzuwarten, ob private Veranstalter Alternativen auf die Beine stellen werden.
Duisburg geht einen anderen Weg
Im Gegensatz dazu hat Duisburg einen anderen Ansatz gewählt. Die Stadt plant dezentrale Public Viewing-Events in Zusammenarbeit mit verschiedenen gastronomischen Partnern. Zu den geplanten Standorten gehören das Restaurant 28Süd im Duisburg-Süd, der Biergarten an der Mühlenweide in Ruhrort, das BORA und WEBSTER Brauhaus in der Duisburger Mitte, der Biergarten Hafensturm in Homberg, Coupé 1900 in Großenbaum sowie Finkenkrug in Neudorf und HOME Duisburg in Kasslerfeld. Diese Initiativen könnten es den Fans ermöglichen, die Spiele in geselliger Runde zu verfolgen, auch wenn sie nicht an einem zentralen Ort zusammenkommen.
Rechtliche Rahmenbedingungen für Public Viewings
Ein weiteres spannendes Thema sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für Public Viewing-Veranstaltungen. Die Bundesregierung hat eine befristete Verordnung vorgelegt, die Ausnahmen vom Lärmschutz für diese Events vorsieht. Ziel ist es, die Übertragungen der WM auch nach 22 Uhr zu ermöglichen, da viele Live-Übertragungen in Deutschland in die späteren Abendstunden fallen. Die Fußball-WM umfasst insgesamt 104 Spiele an 34 Tagen, wobei 72 Vorrundenspiele und 32 Finalrundenspiele teilweise zwischen 22 und 6 Uhr MESZ stattfinden. Allerdings gilt, dass jede Veranstaltung einzeln geprüft werden muss und die zuständige Behörde über die Genehmigung entscheidet.
Mit all diesen Entwicklungen im Ruhrgebiet und den regulatorischen Maßnahmen der Bundesregierung wird die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zu einer spannenden Zeit für die Fans. Ob in geselligen Runden oder im privaten Rahmen – die Leidenschaft für den Fußball wird auch in dieser WM-Saison spürbar sein.