Wirtschaft im Dialog: Netzwerke knüpfen und Zukunft gestalten
Am 2. Juli 2026 war es endlich soweit: Der Wirtschaftsempfang der WKO-Bezirksstelle Linz-Land fand statt und zog rund 180 Unternehmer, Entscheidungsträger sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik an. Unter dem Motto „Gemeinsam stark – denn WIR sind Wirtschaft“ trafen sich die Gäste in einer Atmosphäre, die von persönlichem Austausch und dem Streben nach neuen Impulsen geprägt war. Bezirksstellenobmann Jürgen Kapeller sprach eindringlich über die Wichtigkeit von persönlichen Netzwerken, während Andrea Danda-Bäck, die Bezirksstellenleiterin, die Rolle der Wirtschaftskammer als verlässlichen Partner für Unternehmen in Zeiten wirtschaftlicher Umwälzungen unterstrich.
Ein weiteres Highlight des Abends war die Ansprache von Marion Kullmann, der Bezirksvorsitzenden von Frau in der Wirtschaft Linz-Land. Sie hob die besondere Bedeutung von Unternehmerinnen hervor, die oft als Impulsgeberinnen fungieren und neue Perspektiven in die Geschäftswelt bringen. Noch dazu wurde die Staffelübergabe bei der Jungen Wirtschaft Linz-Land gefeiert: Nach neun Jahren übergab Lukas Hödl den Vorsitz an Marcel Billinger, der sich zum Ziel gesetzt hat, den Austausch zu fördern und junge Gründer zu vernetzen.
Ein Blick in die Zukunft der Wirtschaft
Im Zuge der Verleihung von Ehrungen wurde auch das langjährige Engagement verschiedener Unternehmen gewürdigt. Die Autohaus H. Resch GmbH, die Tischlerei Heidinger und die Leopold Gumprecht GmbH & Co KG feierten stolze 100 Jahre, während die Glas Bodingbauer GmbH sogar auf eine 130-jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken kann. Solche Jubiläen sind nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern zeigen auch, wie beständig und anpassungsfähig Unternehmen über Generationen hinweg sein können.
In Dorsten fand zur gleichen Zeit ein ähnlicher Wirtschaftsempfang statt, der sogar über 200 Gäste anlockte. Aufgrund unerwarteter Wetterbedingungen wurde die Veranstaltung kurzerhand in die Galerie der Traumfänger verlegt. Das Thema Cybersecurity stand im Fokus, und Nikolaus Stapels, ein Experte auf diesem Gebiet, hielt einen Vortrag über digitale Bedrohungen. Oliver Göttlich von WINDOR betonte ebenfalls die zentrale Rolle von Vernetzung für den Wirtschaftsstandort. Bürgermeister Tobias Stockhoff hob die lange wirtschaftliche Tradition Dorstens hervor und rief dazu auf, starke Netzwerke zu bilden.
Die Bedeutung von Cybersicherheit
Die Herausforderungen im Bereich IT- und Cybersicherheit sind für viele Unternehmen, besonders im Mittelstand, enorm. Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung zwar vorangetrieben, allerdings blieben die Sicherheitsvorkehrungen oft auf der Strecke. Sicherheitslücken sind dadurch gewachsen, und es ist unerlässlich, Unternehmer über digitale Gefahren aufzuklären. Die Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, die eine Transferstelle für Cybersicherheit ins Leben ruft, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ziel ist es, KMUs und Handwerksbetriebe besser auf digitale Risiken vorzubereiten und ihnen zu helfen, ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken.
Ein solcher Austausch, wie er in den beiden Städten stattfand, ist für die regionale Wirtschaft von unschätzbarem Wert. Ob in Linz-Land oder Dorsten – das Miteinander und der Wille zur Vernetzung sind entscheidend, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Es bleibt spannend, welche Impulse und Ideen aus diesen Begegnungen entstehen werden.
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