In Wien hat sich kürzlich ein spannendes Event ereignet, organisiert von Hankus3sixty, Inamera und der Kleinen Zeitung. Hier standen persönliche Beziehungen und der analoge Austausch im Vordergrund – eine erfrischende Abkehr von der digitalen Welt, die uns oft so gefangen hält. Stefanie Koch von der Kleinen Zeitung, die seit über 121 Jahren eine Säule im Regionaljournalismus ist, eröffnete die Veranstaltung mit einem eindringlichen Appell für mehr Vertrauen im Dialog. Gerlinde Layr-Gizycki von Inamera verglich die moderne Netzwerkarbeit mit der historischen österreichischen Salon- und Beziehungskultur – das hat einfach Stil!
Magdalena Hankus von Hankus3sixty brachte das Thema auf den Punkt: Der analoge Dialog ist unverzichtbar. In einer Zeit, in der alles schnelllebig ist, kann der persönliche Kontakt Wunder wirken. Vertrauen ist nicht nur eine nette Floskel, sondern essenziell für die psychologische Sicherheit in Teams und Organisationen. Und das ist mehr als nur ein schönes Wortspiel – es ist nachweislich ein Schlüssel für Innovationskraft und Mitarbeiterbindung. Unter den Gästen fanden sich viele Gesichter, die bereit waren, solche vertrauensvollen Kontakte zu knüpfen: von Ramira Barcal bis hin zu Wolfgang Gleissner.
Die Herausforderungen junger Erwachsener
Doch der Fokus auf Beziehungen gilt nicht nur für die etablierten Profis. Gerade junge Erwachsene stehen vor riesigen Herausforderungen, die oft im Verborgenen bleiben. Der Übergang ins autonome Leben bringt viele Entscheidungen mit sich: Welches Studium soll es sein? Wie gestalte ich Freundschaften? Der Auszug aus dem Elternhaus kann da schon einmal für ein mulmiges Gefühl sorgen. Wusstest du, dass 16% der Studierenden während ihres Studiums professionelle Hilfe benötigen? Ein Viertel hat sogar mit psychischen Problemen zu kämpfen – das ist eine erschreckende Zahl!
Umso wichtiger sind Angebote wie die StudentInnengruppe, die jungen Menschen Unterstützung bietet. Hier wird nicht nur an Persönlichkeitsentfaltung gearbeitet, sondern auch an Themen wie Prüfungsängsten und Stressbewältigung. Die Gruppen fördern Kommunikation und soziale Interaktion – und das ist nicht nur in der Theorie wichtig. Tatsächlich bieten Outdoorgruppen, die reale Erfahrungen schaffen, einen besonderen Boost für das Selbstbewusstsein. Gemeinsam in einer Selbstversorgerhütte in der Nähe von Wien zu arbeiten, stärkt die Bindung und macht die psychotherapeutische Arbeit so viel effektiver.
Psychologische Sicherheit als Schlüssel
Psychologische Sicherheit – was für ein Begriff! Doch was steckt eigentlich dahinter? In leistungsstarken Organisationen ist sie der Schlüssel zu einer offenen Kommunikation und innovativen Denkweisen. Mitarbeitende müssen sich sicher fühlen, ihre Meinungen und Ideen zu äußern, ohne Angst vor negativen Konsequenzen. Studien wie das Project Aristotle von Google zeigen deutlich: Teams mit hoher psychologischer Sicherheit sind nicht nur effektiver, sondern auch produktiver. Sie sind flexibel und können sich schnell an Veränderungen anpassen.
Die vier Säulen der psychologischen Sicherheit – Inklusivität, Sicherheit zu scheitern, offene Kommunikation und gegenseitige Unterstützung – sind das Fundament, auf dem erfolgreiche Teams aufbauen. Führungskräfte spielen dabei eine zentrale Rolle. Ein kreativer Führungsstil, der Autonomie und Vertrauen fördert, steht im Kontrast zu einem reaktiven Stil, der Kontrolle und Angst schürt. Wenn wir die Hindernisse wie unbewusste Voreingenommenheit und Mikromanagement überwinden, können wir psychologische Sicherheit schaffen. Und das zahlt sich aus: Höhere Leistung, mehr Innovation, bessere Mitarbeiterbindung – das ist ein Gewinn für alle.
In dieser spannenden Zeit, in der wir leben, ist es entscheidend, das Potenzial der Mitarbeitenden voll auszuschöpfen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu entfalten. Denn letztlich geht es um mehr als nur um Zahlen und Statistiken – es geht um die Menschen, die hinter diesen Zahlen stehen.