In Schleswig-Holstein, wo die Winde oft frisch wehen und die Menschen einen besonderen Sinn für Gemütlichkeit haben, könnte bald eine neue Debatte um die Wärmepumpenförderung entbrennen. CSU-Chef Markus Söder hat im Zuge des Bundestagswahlkampfs 2025 die Förderung dieser Technologie ins Visier genommen. Er spricht von drastischen Kürzungen – mindestens 50 Prozent! Dabei plant die schwarz-rote Koalition, diese Einschnitte nicht ganz so scharf zu gestalten. Doch auf die Hauseigentümer kommt dennoch einiges an Kürzungen zu, wie eine Vorlage für den Haushaltsausschuss zeigt. Wer denkt, die Förderung sei der Schlüssel zur grünen Wende, könnte jetzt ins Grübeln kommen.

Die maximal förderfähigen Kosten für den Einbau klimafreundlicher Heizungen – seien es Wärmepumpen, Biomasse oder andere erneuerbare Energien – sollen bereits nach Inkrafttreten des neuen Fördersystems um 2.000 Euro sinken. Und das ist erst der Anfang! Alle sechs Monate wird der Betrag um weitere 750 Euro gekürzt. Da bleibt nicht viel Luft für die Hausbesitzer, die ohnehin schon mit den steigenden Preisen für Heizungen kämpfen. Die Basisförderung von 30 Prozent Zuschuss bleibt zwar bestehen, jedoch nur, wenn europäische Geräte verwendet werden. Hier könnte der ein oder andere schon ins Straucheln geraten.

Der Klimabonus und seine Tücken

Ein weiteres Thema ist der Klimabonus, der derzeit 20 Prozent für den Austausch alter Heizungen bietet. Doch auch dieser wird alle sechs Monate um vier Prozentpunkte gesenkt, mit einem möglichen Ende bis Ende 2028. Die Regierung rechnet mit Einsparungen von insgesamt 2,1 Milliarden Euro im Klima- und Transformationsfonds (KTF). Finanzminister Lars Klingbeil plant, 2,7 Milliarden Euro aus der CO₂-Bepreisung in den Bundeshaushalt zu lenken, anstatt den KTF zu füttern. Das klingt nach einem Umsteuern, das nicht jeder gutheißt.

Die Grünen üben bereits Kritik an diesen Kürzungsplänen und fürchten um die Sicherheit der Hauseigentümer, die möglicherweise vor einer unsicheren Zukunft stehen. Auch die Heizungsindustrie selbst ist mit der Neuregelung unzufrieden und bemängelt, dass sie ohne ausreichende Branchenkenntnis erstellt wurde. Schließlich haben wir im letzten Jahr einen Rückgang der Verkaufszahlen von Heizungsanlagen auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren erlebt. 627.000 verkaufte Anlagen – das sind Zahlen, die zum Nachdenken anregen.

Wer profitiert tatsächlich?

Doch wer ist überhaupt antragsberechtigt für die Förderungen? Privatpersonen, die Eigentümer von Einfamilienhäusern oder Mehrfamilienhäusern sind, haben einen Anspruch. Dazu gehören auch Eigentümer von Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften, sofern Maßnahmen am Sondereigentum durchgeführt werden. Gemeinschaftseigentum? Klar, auch das zählt! Aber aufgepasst: Gesellschaften bürgerlichen Rechts, die im Grundbuch eingetragen sind, fallen durch das Raster. Hier wird’s tricky!

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Vor der Antragstellung muss ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit einem Fachunternehmen abgeschlossen werden. Der Vertrag muss klar benennen, wann die Maßnahme voraussichtlich umgesetzt wird – das Datum darf nicht außerhalb des Bewilligungszeitraums liegen. Ein bisschen Planung ist also gefragt, aber das ist ja nichts Neues.

Finanzierungsmöglichkeiten gibt es genügend. Zuschüsse, Ergänzungskredite – hier bleibt kein Wunsch unerfüllt! Aber die Frage bleibt: Wird das alles ausreichen, um die Hauseigentümer zu beruhigen und die grüne Wende voranzutreiben? Die Unklarheiten über die Dauer der bisherigen höheren Zuschüsse und die steigenden Preise für Wärmepumpen werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten. Vielleicht gibt’s ja bald eine neue Wendung in dieser Geschichte, denn die Zukunft der Wärmepumpenförderung steht auf der Kippe.

Für regionale Nachrichtenportale ist die lokale Relevanz und Auffindbarkeit von besonderer Bedeutung. Unser Website-System wurde daher technisch so optimiert, dass regionale Suchanfragen und lokale Strukturen optimal unterstützt werden – bei gleichzeitig hoher Performance und redaktioneller Flexibilität. Realisiert wurde das Projekt von Daniel Wom / VeloCore.