Am Dienstagnachmittag, dem 27. Mai 2026, kam es am Rantzauer See in Barmstedt, nahe Hamburg, zu einem besorgniserregenden Vorfall. Ein Schwimmer, ein Erwachsener, ist untergegangen und wird seither vermisst. Badegäste bemerkten die Situation und informierten die Leitstelle in Elmshorn um 15:47 Uhr. Was daraufhin folgte, war ein massiver Einsatz von über 90 Rettungskräften, die sich sofort in Bewegung setzten.
Die Feuerwehr Barmstedt, die DLRG-Ortsgruppe Barmstedt und die Tauchergruppe der Feuerwehr Itzehoe wurden alarmiert. Auch die Feuerwehr Bullenkuhlen wurde hinzugezogen, ebenso wie das Sonarboot der Feuerwehr Glückstadt. Zehn Boote waren zeitweise gleichzeitig auf dem Wasser im Einsatz, während die Feuerwehrleute das Ufer durchkämmten. Eine Drohne der Feuerwehr Barmstedt überwachte das Gewässer aus der Luft. Gute Sichtverhältnisse erlaubten es, bis auf den Grund zu sehen – ein kleiner Lichtblick in dieser angespannten Lage.
Intensive Suchaktion ohne Erfolg
Die Suche nach dem vermissten Schwimmer zog sich über knapp zweieinhalb Stunden. Trotz aller Bemühungen und der gebündelten Kräfte der Feuerwehr, DLRG und Polizei blieb das Ergebnis ernüchternd: Ab 17:45 Uhr wurde die Suche eingestellt, da niemand gefunden werden konnte. Strömungsretter der DLRG formten eine Menschenkette an der Stelle, wo der Schwimmer zuletzt gesehen wurde. Taucher standen am Ufer bereit, um, falls nötig, sofort ins Wasser zu gehen. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen und prüft, ob in der Umgebung eine Person vermisst wird.
Angesichts solcher Tragödien ist es auch wichtig, einen Blick auf die generelle Situation beim Baden zu werfen. Laut der DLRG ertranken im Jahr 2022 in Deutschland mindestens 393 Menschen. Ein trauriger Rekord, der zeigt, dass die Gefahren im Wasser nicht unterschätzt werden sollten. Besonders im Juni, wo die meisten Badeunfälle geschehen, kann das sonnige Wetter schnell zum Verhängnis werden. Ute Vogt, die Präsidentin der DLRG, warnte bereits davor, dass bei weiterhin warmem Wetter während der Ferienzeit ein Anstieg der Opferzahlen zu erwarten sei. An einem Wochenende im Juni ertranken sogar 15 Menschen beim Baden und Schwimmen. Wären wir doch nur vorsichtiger!
Die Ereignisse am Rantzauer See sind ein weiterer schmerzlicher Reminder, dass das Wasser sowohl Erfrischung als auch Gefahr mit sich bringt. Es bleibt zu hoffen, dass der vermisste Schwimmer bald gefunden wird und der Familie die Ungewissheit genommen werden kann.