Am 22. Mai 2026 erreichte die Nachricht vom Tod von Max G. Grand-Montagne die Kunstszene und die Herzen vieler Menschen in St. Ingbert und darüber hinaus. Der gebürtige St. Ingberter, geboren 1941, war eine bedeutende Figur in der regionalen und internationalen Kunstwelt. Sein Wirken als Künstler und Netzwerker hat die Kultur der Region nachhaltig geprägt. Grand-Montagne, auch bekannt unter seinem Künstlernamen „maxg“, war nicht nur ein Maler, sondern auch ein Brückenbauer zwischen Kulturen und Generationen.

Seine Reise in die Welt der Kunst begann nicht wie bei vielen anderen, die schon als Kinder mit Pinsel und Farbe experimentieren. Zunächst war er beim saarländischen Wirtschaftsministerium tätig und übernahm schließlich die Leitung der Vorprüfstelle für den Bundesrechnungshof. Erst spät, ab 1987, wandte er sich der Malerei und Grafik zu und studierte an der Europäischen Kunstakademie Trier. Diese Entscheidung war nicht nur ein Wendepunkt in seinem Leben, sondern auch das Ergebnis der Unterstützung seiner verstorbenen Frau Barbara, die ihm den Rücken stärkte.

Einflussreiche Mitgliedschaften und Ausstellungen

Grand-Montagne trat 1986 als erster deutscher Künstler in die lothringische Künstlervereinigung ADAL ein, die 1947 gegründet wurde und zahlreiche lothringische Künstler vereint. Diese Mitgliedschaft öffnete ihm Türen zu internationalen Ausstellungen und Künstlersymposien, etwa dem „Montmartre“ in St. Ingbert, den er maßgeblich mitgestaltete. Zudem gründete er 1988 die „Sommerakademie Villa Martin St. Ingbert“, die bis heute von der Biosphären-VHS erfolgreich betrieben wird.

Sein kreatives Schaffen war von einer stilistischen Wandlung geprägt. Anfangs bekannt für seine Landschaftsaquarelle und Stadtansichten, wandte er sich um die Jahrtausendwende konkret-minimalistischer Kunst zu. Dabei setzte er in seinen Arbeiten ein markantes Quadrat in Schwarz oder Rot als prägnantes Element ein. Diese Arbeiten sind Unikatgrafiken, die mit Druckstöcken aus Holz in mehreren Arbeitsschritten gefertigt wurden. Das Quadrat wurde zum Markenzeichen seiner Kunst und fand in Serien wie „cabriole“, „royale“ oder „mikado“ seinen Ausdruck. Dr. Françoise J. Mathis-Sandmaier beschrieb seine Werke 2019 als interaktive Kompositionen mit geometrischen Grundformen und elementarer Farbigkeit.

Ein Erbe, das bleibt

Seine Werke wurden auf internationalen Kunstmessen und in Galerien präsentiert, unter anderem durch die Dresdner Galerie art + form, die ihn vertrat. Auch wenn er 2009 seinen „kunstraum max g“ eröffnete und dort seine eigenen Arbeiten sowie die seiner Freunde zeigte, blieb er nie still. Er war ein gefragter Dozent für Malerei an der Volkshochschule Homburg seit 1985 und gab sein Wissen und seine Leidenschaft weiter.

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Sein Tod hinterlässt eine spürbare Lücke nicht nur in der Familie, die er mit zwei Kindern und fünf Enkelkindern hinterlässt, sondern auch in der Kunstszene. Grand-Montagne unterstützte seine Familie in Musik und Sport und war stets ein Mensch, der das Leben in all seinen Facetten liebte und lebte.

Sein Wirken wird nicht vergessen werden. Seine Werke finden sich in Sammlungen in Deutschland, Frankreich und international, und die Spuren, die er hinterlassen hat, werden weiterhin Generationen von Künstlern inspirieren. Max G. Grand-Montagne wird als ein Mensch in Erinnerung bleiben, der mit seinem Herzen und seiner Kunst Brücken baute – zwischen Menschen, Kulturen und Ideen.