Heute ist der 10.06.2026 und wir blicken auf eine interessante, ja fast bewegte Zeit im Fußball, besonders hier im Saarland. Die Aktion 3.Welt Saar hat sich entschieden, gegen die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft zu protestieren. Sie haben angekündigt, dass sie die WM bewusst nicht verfolgen wollen und sich einem internationalen Boykottaufruf anschließen, der unter dem Motto „Fußball WM – ohne uns“ steht. Das klingt nach einer starken Haltung, oder? Immerhin ist der Fußball für viele von uns nicht nur ein Sport, sondern ein Stück Heimat, ein Stück Leidenschaft, das uns verbindet.

Hans Wolf von der Fußball-AG hat es auf den Punkt gebracht: Es sind zu viele machtgeile Männer im Fußball aktiv, die eher sich selbst lieben als den Sport. Und das, meine Damen und Herren, ist ein Problem, das tiefer geht als nur ein paar Spieler auf dem Platz. Gertrud Selzer aus dem Vorstand der Aktion 3.Welt Saar hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet. Sie bezeichnet Donald Trump als „Spitze des neoliberalen Eisberges“ – kein schwaches Statement! Die Organisation hat den Boykottaufruf „Fairness United“ unterzeichnet und möchte die Zeit während der WM nutzen, um Regeneration zu erfahren. Das erinnert an ähnliche Erfahrungen, die bereits während der WM in Katar gemacht wurden, wo viele von uns auch mit gemischten Gefühlen zugeschaut haben.

Politik und Sport: Ein untrennbares Duo

Die Stellungnahme der Aktion reiht sich in eine größere Diskussion über große Sportereignisse ein, die oft unter politischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden. Wie oft haben wir schon gesehen, dass Sportlerinnen und Sportler nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Gesellschaft aktiv werden? Zurückblickend auf die EURO 2021, wo Regenbogenfähnchen vor dem Spiel Deutschland gegen Ungarn verteilt wurden, um auf die prekäre Lage der LGBTQI+-Community in Ungarn aufmerksam zu machen, wird deutlich, wie eng Sport und Protest miteinander verwoben sind. Proteste sind nicht nur ein Ausdruck von Widerspruch, sie sind auch ein eindringlicher Appell für Wandel.

Die Geschichte hat uns immer wieder gezeigt, dass Protest im Sport nicht neu ist. Denken wir an die Olympischen Spiele 1968, als Tommie Smith und John Carlos mit erhobenen Fäusten demonstrierten. Auch in Brasilien gab es 2013 massive Proteste, die aus einer einfachen Preiserhöhung im öffentlichen Nahverkehr entstanden, aber schnell zu einem Ausdruck für soziale Missstände wurden. Hier bei uns in Deutschland haben wir sogar gesehen, dass über zwei Drittel der Bürger eine Boykottierung der WM in Katar befürworten, getrieben von den berechtigten Sorgen um Menschenrechtsverletzungen und die Kommerzialisierung des Sports.

Ein Blick in die Zukunft

Vor dem Hintergrund dieser Diskussion ist es interessant zu beobachten, wie die deutsche Nationalmannschaft beim Teamfoto vor dem WM-Spiel gegen Japan die Hand vor den Mund hielt – ein starkes Zeichen gegen die FIFA-Politik. Solche demonstrativen Proteste werden voraussichtlich auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen, besonders da Athleten und Athletinnen sich zunehmend als aktive Akteure des Wandels sehen. Und so bleibt die Frage offen, ob der Boykottaufruf der Aktion 3.Welt Saar über die eigenen Reihen hinaus Resonanz finden wird. Werden auch andere Organisationen und Fans sich dem anschließen? Wer weiß das schon.

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Die Welt des Fußballs ist mehr als nur ein Spiel – sie ist ein Spiegel unserer Gesellschaft, in dem sich unsere Werte und Überzeugungen widerspiegeln. Und während die Aktion 3.Welt Saar ihre Stimme erhebt, bleibt uns nur, gespannt zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln werden.