Gemeinsam Wachsen: 25 Jahre SABS und die Eröffnung des JuMA-Klimagartens
Ein ganz besonderer Anlass steht bevor: Der Verein Soziale Alternativen in der Bewährungshilfe Speyer (SABS) feiert sein 25-jähriges Bestehen! Am Eselsdamm wird dazu der JuMA-Klimagarten feierlich eröffnet. Es ist nicht nur ein Garten, sondern ein wahres Gemeinschaftsprojekt, das in Zusammenarbeit mit jungen Menschen entstanden ist. Das Gelände, das früher eine Kita beherbergte, hat sich in eine grüne Oase verwandelt, die auf Artenschutz und Pflanzenvielfalt setzt. Wenn das mal nicht nach einem tollen Beispiel für gemeinschaftliches Engagement klingt!
Gegründet wurde SABS im Jahr 2001 von engagierten Bewährungshelferinnen und -helfern, die den Wunsch hatten, straffällig gewordenen Menschen eine neue Perspektive zu bieten. Der Verein unterstützt die Bewährungshilfe Speyer am Landgericht Frankenthal und hat sich zum Ziel gesetzt, alternative Angebote zur Sozialisierung zu schaffen. In den letzten 22 Jahren hat SABS das Projekt Junge Menschen im Aufwind (JuMA) ins Leben gerufen, das jungen, benachteiligten und straffällig gewordenen Menschen zur Seite steht. Neben der Unterstützung beim Ableisten von Arbeitsstunden werden auch wichtige Themen wie handwerkliche Fähigkeiten und Teamarbeit behandelt. Versteht sich von selbst, dass auch psychische Auffälligkeiten und Suchtmittelkonsum nicht außen vor gelassen werden.
Ein Garten voller Möglichkeiten
Der JuMA-Klimagarten hat sich zum aktuellen Schwerpunkt des Vereins entwickelt. Hier wird nicht nur geackert, sondern auch viel über Kreislaufwirtschaft und die Wiederverwendung von Materialien gelernt. Das Projekt wird mit Mitteln aus eigenen Aufträgen, Geldbußenzahlungen und jährlichen Zuschüssen des Justizministeriums finanziert. Das klingt nach einer gelungenen Kombination aus ökologischer Verantwortung und sozialer Integration!
Der Garten ist ein Ort des Lernens und des Wachsens – sowohl für die Pflanzen als auch für die jungen Menschen, die sich hier engagieren. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, Fähigkeiten zu entwickeln und nicht zuletzt auch um die Förderung eines respektvollen Umgangs mit der Natur. Und, ganz ehrlich, wer kann da schon widerstehen, wenn die ersten Blüten ihre Köpfe durch die Erde stecken? Ein kleines Stück Natur, das die Herzen öffnet!
Die Rolle der Bewährungshelferinnen
Doch was genau machen Bewährungshelferinnen eigentlich? Sie sind die Brücke zwischen verurteilt gewordenen Menschen und der Gesellschaft. Mit viel Fingerspitzengefühl unterstützen sie ihre Klienten, während diese in der Bewährungszeit straffreies Verhalten und gerichtliche Auflagen erfüllen müssen. Bei erfolgreichem Ablauf der Bewährungszeit kann die Strafe sogar erlassen werden. Das klingt vielleicht nach einer Menge Druck, aber die Bewährungshelferinnen setzen alles daran, Hilfestellung zur Lebensbewältigung zu leisten und neue Straffälligkeiten zu vermeiden.
In Deutschland gibt es diese Form der Bewährungshilfe seit 1953. Die beruflichen Voraussetzungen sind klar: Eine abgeschlossene Ausbildung als Dipl. Sozialarbeiterin oder Dipl. Sozialpädagog*in ist notwendig. Zudem sind Menschenkenntnis und Erfahrung im sozialen Bereich gefragt. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Behörden ist unerlässlich, um eine erfolgreiche Resozialisierung zu gewährleisten. Dabei stehen Einzelgespräche, Hausbesuche und Gruppenarbeit auf der Tagesordnung. Wer hätte gedacht, dass der Beruf so facettenreich ist?
Die Mitgliederversammlung des Vereins am 1. Juni war ein weiterer Meilenstein, bei dem der Vorstand für zwei weitere Jahre gewählt wurde. Irmgard Münch-Weinmann bleibt Vorsitzende, unterstützt von Christiane Schneider, Markus Hartmann, Natalie Pfaff, Eva Rillig und Corinna Gundermann. Ein starkes Team, das auch in Zukunft viel bewegen kann!
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