Wohnen für Generationen: Ein Erfolgsmodell für gemeinschaftliches Leben in Pirmasens
Heute ist der 20.06.2026 und wir blicken auf eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte in Pirmasens zurück. Vor 20 Jahren, genauer gesagt im Jahr 2006, starteten die Stadtverwaltung, die Bauhilfe und das Diakoniezentrum ein ganz besonderes Wohnprojekt mit dem Namen „Wohnen für Generationen“. Im Herzen des Winzler Viertels, im PS:patio!-Quartier, wurde eine Vision in die Tat umgesetzt: barrierefreies Wohnen für ältere Menschen, die in ihrem vertrauten Umfeld bleiben wollen. Ein echter Lichtblick für die Stadt!
Die Schwerpunkte des Projekts sind klar definiert: Gemeinschaft, Selbsthilfe und eine zuverlässige Versorgung. Das Ziel war und ist es, ein Zuhause zu schaffen, wo Nachbarn sich gegenseitig unterstützen und Pflegebedürftige aktiv am Alltag teilnehmen können. Und das ist auch gelungen! Die Jubiläumsfeier am vergangenen Freitag im Rahmen eines Sommerfestes war ein lebendiges Zeugnis dieser positiven Entwicklung. Michael Daub moderierte die Veranstaltung, während Michael Bixler für die musikalische Unterhaltung sorgte. Es war eine fröhliche Zusammenkunft, die den „Patio-Spirit“ spürbar machte.
Ein langer Weg mit vielen Herausforderungen
Ehemaliger Stadtbeigeordneter Michael Schieler erinnerte in seinen Worten an die Herausforderungen, die mit der Finanzierung des Projekts verbunden waren. Es war kein leichter Weg, aber der lange Atem, den Norbert Becker, der frühere theologische Vorstand des Diakoniezentrums, betonte, hat sich ausgezahlt. Die positive Resonanz aus anderen Städten, wie zum Beispiel Frankfurt, zeigt, dass das Konzept von „Wohnen für Generationen“ Schule macht. Der Geschäftsführer der Bauhilfe, Ralph Stegner, drückte die Notwendigkeit aus, diesen Geist weiterzuführen – und das ist mehr als nur ein schöner Wunsch!
Stadtbeigeordneter Denis Clauer äußerte den Wunsch nach einem weiteren Ausbau und einer Entwicklung des Projekts. Ein Blick zurück zeigt, wie viel in den letzten Jahren erreicht wurde. Von der Aufnahme des Winzler Viertels in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ im Jahr 2006, über den Abriss von vier Wohnblocks, bis hin zu den ersten Bewohnern, die 2013 in die ersten barrierefreien Wohnungen einzogen – jeder Schritt war ein kleiner Sieg.
Der Weg zur Gemeinschaft
Das PS:patio! orientiert sich am Bielefelder Modell und bietet selbstbestimmtes Wohnen mit Versorgungssicherheit, ganz ohne Betreuungspauschale. Die Zielgruppe ist ebenso vielfältig wie die Bewohner selbst: Senioren, Singles, Paare, junge Familien und Wohngemeinschaften leben hier zusammen. Die Nachbarn unterstützen sich gegenseitig – das ist nicht nur ein schöner Gedanke, sondern gelebte Praxis. Die Dienstleistungen des Diakoniezentrums und ambulante Pflegedienste sorgen zusätzlich für eine ständige Versorgungspräsenz.
Die Entwicklung des PS:patio! ist beeindruckend: In den Jahren 2015 bis 2017 wurden 16 weitere barrierefreie Wohnungen geschaffen, und 2018 eröffnete ein Wohncafé sowie eine VR-Bank-Filiale. Das Quartierszentrum P11 wurde 2019 eingeweiht, und erst 2022 folgte die Fertigstellung von Patio 7 mit neun weiteren Wohneinheiten. So ist das Quartier immer weiter gewachsen und hat sich zu einem lebendigen Ort des Miteinanders entwickelt.
In einer Zeit, in der viele Menschen sich nach Gemeinschaft und Sicherheit sehnen, ist das Projekt „Wohnen für Generationen“ ein wertvolles Beispiel für zukunftsweisende Stadtentwicklung. Es zeigt, wie wichtig es ist, nicht nur Räume zu schaffen, sondern auch Räume, in denen Menschen sich begegnen, helfen und zusammenleben können. Pirmasens setzt mit diesem Projekt ein wichtiges städtebauliches Zeichen, das weit über die Stadtgrenzen hinaus strahlt.
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