In Neuwied, wo die Herzen für den Fußball schlagen und die Tradition tief verwurzelt ist, haben sich passionierte Senioren-Schalke-Fans zusammengefunden, um eine ganz besondere Tour zu den Wurzeln des Fußballs in Deutschland zu organisieren. Seit über 30 Jahren geht es für diese enthusiastischen Anhänger auf eine spannende Reise, die nicht nur die Liebe zum Sport, sondern auch die Geschichte des Bergbaus im Ruhrgebiet vereint. Und ja, es ist eine Reise, die den Bezug zur Vergangenheit lebendig macht!

Das Programm dieser Tour ist so reichhaltig wie die Geschichte selbst. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, in der Zeche Nordstern, dem nördlichsten Bergwerk im Ruhrgebiet, in die Fußstapfen alter Bergleute zu treten. Hier wird eine Führung angeboten, die nicht nur informativ, sondern auch von einer tiefen Verbundenheit zur Region geprägt ist. Der Besuch der Arena und der Schalke-Meile, wo sich alles um den FC Schalke 04 dreht, sorgt für Herzklopfen bei den Fans. Aber das ist noch nicht alles: Die Glückaufkampfbahn, das erste Stadion, erweckt nostalgische Erinnerungen an die Anfänge des Fußballs.

Ehrung mit Tradition

Die Tour hat ihren ganz eigenen Charme, nicht zuletzt wegen der ehrwürdigen Ehrungen, die dort stattfinden. Zwei Engerser wurden als Ehrenbergleute geehrt – das Ritual ist so einzigartig wie amüsant. Ein „Arschleder“ wird über die Hose geschnallt, während ein Bergmann mit einer großen Schaufel vor dem Kandidaten steht. Dann schlägt ein zweiter Bergmann mit einem großen Hammer zu – das Gelächter der Anwesenden erfüllt die Luft! Nach der Übergabe einer Urkunde wird der Jubilar zum „Ehrenhauer“ der Zeche Nordstern ernannt, und ein Schnaps zur Feier des Moments darf natürlich nicht fehlen. Zusammen wird das Steigerlied angestimmt, was die Gemeinschaft und den Stolz auf die Bergbau-Tradition stärkt.

Die Zeche Nordstern selbst hat eine bewegte Geschichte. Gegründet im Jahr 1866, erlebte sie viele Höhen und Tiefen. Von der Konsolidierung mehrerer Grubenfelder bis hin zu neuen Schachtanlagen – die Entwicklung war stets von Herausforderungen geprägt. Hochwasserbedrohungen wurden durch umfangreiche Aufschüttungen bekämpft, und die Förderung von hochwertiger Gasflamm- und Flammkohle stellte sicher, dass die Zeche auch wirtschaftlich stabil blieb. Immerhin wurde die Förderung 1890 auf beeindruckende 850.000 Tonnen jährlich gesteigert.

Fußball und Bergbau: Eine untrennbare Verbindung

Die Verbindung zwischen Fußball und Bergbau ist in dieser Region besonders stark. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Oberliga West eine der stärksten Spielklassen in Deutschland. Vereine wie der SV Sodingen und die Spielvereinigung Erkenschwick hatten große Unterstützung von den Zechen und Stahlwerken, und die Stadien befanden sich oft direkt auf Zechengeländen. Spieler waren nicht nur Kicker, sondern auch Arbeiter im Bergbau – eine doppelte Identität, die die Zuschauer stark mit ihren Helden verband.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Tour und die damit verbundene Ehrung haben die Teilnehmer begeistert. Viele waren bereits mehrmals dabei und schätzen die einmalige Atmosphäre. Die Mischung aus Fußballgeschichte, Bergbau-Tradition und gemeinschaftlichem Feiern ist einfach unwiderstehlich. In diesen Momenten wird klar: Es geht nicht nur um den Sport, sondern um das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein, das über Generationen hinweg verbindet.