Public Viewing am Willersinnweiher: Sommer, Sonne und Fußballfeeling in Ludwigshafen
Der Sommer zeigt sich in Ludwigshafen von seiner besten Seite, und mit ihm die fröhliche Atmosphäre, die die Fußball-Weltmeisterschaft mit sich bringt. Simo Jokic, der Pächter der Strandbar „Beach Club Lu“ am malerischen Willersinnweiher, hat im Frühjahr die Zügel übernommen. Sein großes Ziel: Public Viewing während der WM, und das hat sich als echter Volltreffer erwiesen!
Während der spannenden Partien, insbesondere im Halbfinale zwischen Argentinien und England, war die Bar bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Ergebnis auf dem Spielfeld (2:1 für Argentinien) war nicht das einzige, was die Gemüter erhitzte. Jokic zieht ein positives Fazit: „Gut“ nennt er die Veranstaltung, trotz der frühen Niederlage der deutschen Mannschaft, die viele Fans enttäuschte und die normalerweise die Stimmung in der Heimat entscheidend beeinflusst. Die Begeisterung der Zuschauer aus den Balkan-Ländern, die zu den Spielen von Bosnien-Herzegowina und Kroatien zahlreich erschienen, sorgte für eine lebendige Atmosphäre.
WM 2026: Eine neue Herausforderung
Die Vorfreude auf die nächste WM ist bereits spürbar, auch wenn sie in Nordamerika stattfindet. Die Fußball-WM 2026 wird in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen, und die deutschen Fans müssen sich auf extreme Uhrzeiten einstellen. Viele Spiele finden abends oder sogar nachts statt. Besonders spannend wird die erste Partie der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao am 11. Juni um 19:00 Uhr, gefolgt von weiteren Spielen gegen die Elfenbeinküste und Ecuador, die um 22:00 Uhr angepfiffen werden.
Die Bundesregierung hat nun auch Ausnahmen von den Lärmschutzregeln beschlossen, um Public Viewing bis nach 22:00 Uhr zu ermöglichen. Das klingt nach einer tollen Nachricht für alle Fußballbegeisterten! Allerdings liegt die Umsetzung der Regelungen in den Händen der örtlichen Behörden, und viele Städte scheinen sich nicht für große Veranstaltungen zu entscheiden. In Nordrhein-Westfalen etwa gibt es in Köln und Dortmund kein eigenes Public Viewing, während in Hamburg, Leipzig, Mainz und Stuttgart ebenfalls keine Großleinwände geplant sind.
Ein Blick auf die Gastronomie
Ein Lichtblick sind die Gastronomiebetriebe, die sich darauf vorbereiten, ihre Türen für die Fans zu öffnen. Bars und Kneipen, wie das Gasthaus Q21 in Hamburg, bieten Übertragungen an, auch wenn große Fanfeste an beliebten Orten fehlen. In Berlin plant man eine Fanmeile am Brandenburger Tor, Details dazu sind jedoch noch in der Schwebe. Die Telekom hat eine Kooperation mit Sky abgeschlossen, um alle 104 WM-Spiele ohne Zusatzkosten auf bestehenden Sky-Receivern zu zeigen. Das gibt Gastronomiebetrieben die Möglichkeit, FIFA-Lizenzen zu beantragen und die notwendige Hardware zu erhalten.
Die Anstoßzeiten werden jedoch eine Herausforderung bleiben. Spiele an der US-Westküste beginnen oft um 3:00 oder 4:00 Uhr deutscher Zeit. Das sorgt natürlich für eine gewisse Müdigkeit bei den Fans – und das könnte schließlich auch die Umsätze der Bars beeinflussen. Trotz der späten Zeiten gibt es Hoffnung auf zusätzliche Einnahmen. Immerhin wird die Atmosphäre in den Kneipen und Bars sicher unvergesslich sein, auch wenn die Partien vielleicht mitten in der Nacht stattfinden.
In Ludwigshafen bleibt die Vorfreude spürbar. Jokic und sein „Beach Club Lu“ haben bewiesen, dass Public Viewing nicht nur in großen Stadien, sondern auch an schönen Orten wie am Willersinnweiher eine Herzensangelegenheit ist. Die Community hat zusammengefunden, und die nächsten WM-Spiele – egal zu welcher Uhrzeit – werden sicher auch hier für unvergessliche Momente sorgen.
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